07.05.2026 Reisen, Freizeit & Sport – Redaktion
Koloniales Harburg
Rundgang der Geschichtswerkstatt
Harburg – Ende des 19. Jahrhunderts erreichte die koloniale Globalisierung ihren Höhepunkt. Auch für das damals noch preußische Harburg brachte diese Zeit weitreichende Veränderungen. Zunehmend siedelten sich Fabriken an, die Rohstoffe aus kolonisierten Gebieten verarbeiteten. Insbesondere die Öl- und Kautschukindustrie boomten in der Stadt an der Elbe. Bis heute hat die koloniale Zeit ihre architektonischen Spuren im Stadtbild hinterlassen.
Weitgehend unsichtbar bleiben allerdings die Geschichten der Menschen, die in ihren Heimatländern Ausbeutung, koloniale Gewalt und Vertreibung erleben mussten. Während eines Stadtrundgangs am 20. Mai (17.00 bis 19.00 Uhr) vom Rathaus zum Harburger Binnenhafen können sich die Teilnehmer dem heutigen Stadtteil in der Kolonialzeit widmen. Geleitet wird der Rundgang von Anna Prochotta, Autorin des Stadtführers „Koloniales Hamburg“.
Treffpunkt ist die Neue Straße 50 vor der Jugendberufsagentur. Die Teilnahme ist kostenfrei, Spenden sind willkommen. Um Anmeldung wird per Email unter info@geschichtswerkstatt-harburg.de oder Telefon 040 76757307 gebeten.
