13.07.2026 Wirtschaft & Verkehr – ein

Göhlenbach im Wandel

Renaturierung in Hittfeld vor Ort erleben

Foto: Gemeinde Seevetal
Ende Juni hatten sich schon einige Interessierte das Renaturierungsprojekt angeschaut. Foto: Gemeinde Seevetal

Hittfeld – Derzeit laufen die Erschließungsarbeiten für das Baugebiet „Nördlich Göhlenbach“. Eng damit verbunden ist die Renaturierung des Göhlenbachs. Die Gemeinde Seevetal möchte erneut allen Interessierten die Gelegenheit geben, sich anzuschauen, was sich inzwischen verändert hat. Am 28. August erklärt die Gemeinde Seevetal vor Ort den Stand der Renaturierung.

Schon Ende Juni hatten sich 18 Interessierte bei 40 Grad im Schatten das Renaturierungsprojekt im Rahmen der Woche der Natur der niedersächsischen Bingo Umweltstiftung angeschaut. „Die hohen Temperaturen passten einerseits ganz gut. Sie führten uns die Notwendigkeit von Projekten vor Augen, mit denen wir dem Klimawandel und Extremwettereignissen begegnen können. Andererseits war es so heiß, dass viele Interessierte gar nicht teilnehmen konnten. Daher haben wir versprochen, eine weitere Begehung anzubieten. Das tun wir nun im August“, erklärt Bürgermeisterin Emily Weede.

Der Göhlenbach ist bisher ein gerader Straßengraben. Mit der erfolgreichen Bewerbung um Fördermittel aus dem Bundesförderprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ ändert sich dies. Das Baugebiet „Nördlich Göhlenbach“ wird nach dem „Schwammstadtprinzip“ gebaut und aus dem straßenbegleitenden Göhlenbach wird eine mäandernde Bachaue mit künftig wichtigen Aufgaben. Durch die Renaturierung kann der Bach Regenwasser besser aufnehmen. So wird das Gebiet unempfindlicher gegenüber Extremwetter wie Starkregen oder längeren Trockenphasen. Zugleich entsteht direkt vor Ort ein neuer Naturraum, der Lebensraum für Tiere und Pflanzen schafft, die Wohnqualität verbessert und zur Erholung einlädt.

Noch fließt der Göhlenbach durch den Straßengraben, doch sein neues, leicht geschwungenes Bachbett ist bereits vorhanden. Es hat eine V-Form und kann deutlich mehr Wasser zurückhalten als der bisherige Graben. Unter der Erschließungsstraße des Neubaugebiets wurde inzwischen ein Kastendurchlass gebaut. Er ist so breit ausgeführt, dass ihn nicht nur der Bach, sondern auch kleinere Tiere passieren können. Neben weiteren Veränderungen im Gebiet, kann man auch schon den Wall um die geplante Retentionsfläche erkennen. Diese Fläche nimmt Regenwasser aus dem Baugebiet auf, das langsam an den Göhlenbach abgegeben werden kann.

Alle Bürgerinnen und Bürger, die sich ein Bild von den Veränderungen am Göhlenbach machen möchten, sind herzlich zur Begehung am 28. August um 17.00 Uhr eingeladen. Die Begehung begleiten Bürgermeisterin Emily Weede und Bauamtsleiterin Katrin Hilpert. Treffpunkt ist an der Ecke „Am Göhlenbach / Meyermannsweg“ Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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