21.09.2026 Aktuelles – Redaktion – KI

Trägertreffen der Kindertagesstätten

Sprachbildung gemeinsam weiterentwickeln

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Beim Trägertreffen der Kindertagesstätten betonten (v.li.) Juliane Thoms, Sophie Stenzel und Janine Stebner-Pietruska die Bedeutung der Sprachförderung. Foto: ein

Sprache ist der Schlüssel zur Bildung. Kinder, die sich nicht richtig ausdrücken können, verlieren in der Schule schnell den Anschluss. Daher ist die frühe Sprachförderung in Kindertagesstätten besonders wichtig. Die Abteilung für „Besondere Leistungen für Kinder und Jugendliche“ des Landkreises Harburg lud die Kita-Träger zu einem Austausch ein, um das Thema Sprache in den Mittelpunkt zu stellen.

Bei dem Treffen blickte die Fachberatung Sprache auf das Kindergartenjahr 2025/26 zurück, stellte das Qualifizierungsangebot vor und gab einen Ausblick auf geplante Maßnahmen. Ergänzend präsentierte das Gesundheitsamt aktuelle Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchungen zum Bereich Sprache. Im Fokus stand zudem die gemeinsame Arbeit an der Sprachbildung auf Basis des Regionalen Sprachkonzepts des Landkreises.

Das Qualifizierungsangebot der Fachberatung war im vergangenen Jahr vielfältig. Rund 350 Fachkräfte nahmen an Fortbildungen teil. Die rege Teilnahme zeigt den hohen Stellenwert der Sprachbildung und das Engagement der pädagogischen Fachkräfte.

Wie wichtig dieses Thema ist, verdeutlichte Juliane Thoms, Präventionsbeauftragte des Gesundheitsamtes, mit den Ergebnissen der Schuleingangsuntersuchungen 2025/2026. Fast jedes fünfte Kind weist sprachliche Entwicklungsrückstände auf. Zudem wurde erstmals erfasst, wie viele Familien auf einen Logopädieplatz warten. Knapp 160 Familien gaben dies an.

„Die Ergebnisse zeigen, dass weiterhin großer Handlungsbedarf besteht“, betonte Janine Stebner-Pietruska, Leiterin der Abteilung „Besondere Leistungen für Kinder und Jugendliche“. Da Einrichtungen Sprachdefizite nicht allein auffangen können, sei dies eine Gemeinschaftsaufgabe. „Als Landkreis setzen wir deshalb verstärkt auf Maßnahmen, die Eltern als wichtige Partner in der Sprachförderung einbeziehen.“

Damit ist der Rahmen für die weitere Arbeit gesetzt. Die Beteiligten sind sich einig, Sprachbildung künftig kontinuierlich im Blick zu behalten und die Zusammenarbeit zu stärken. Regelmäßiger Austausch und praxisnahe Qualifizierungen sollen die Sprachbildung nachhaltig im pädagogischen Alltag verankern.

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