21.05.2026 Aktuelles – Redaktion-KI

Gleichstellungsarbeit bleibt unverzichtbar

Bundeskonferenz der kommunalen Frauenbeauftragten

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Gleichstellungsministerin Aminata Touré bei der Bundeskonferenz in Lübeck zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Harburg, Andrea Schrag. Foto: ein

Über 500 Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte kamen zur zweitägigen Tagung „Feministischer Kompass – Kurs halten in antifeministischen Gewässern“ in Lübeck zusammen. Die Konferenz thematisierte den zunehmenden Druck auf Frauenrechte sowie die Verbindung zwischen Antifeminismus und demokratiefeindlichen Entwicklungen. Die Teilnehmenden berichteten von zunehmenden Angriffen auf die Gleichstellungsarbeit und einer Verrohung der Debatten, insbesondere in sozialen Medien.

Es wurden über 30 Anträge beraten, unter anderem zur Abschaffung des § 218 und des Ehegattensplittings sowie zur Stärkung des Gewaltschutzes. Die Konferenz verabschiedete eine Erklärung gegen Gewalt, Frauenhass und Antifeminismus. Gefordert werden die Umsetzung der Istanbul-Konvention, der Abbau struktureller Benachteiligungen sowie eine stärkere finanzielle und rechtliche Absicherung der kommunalen Gleichstellungsarbeit.

Schleswig-Holsteinische Ministerin Aminata Touré betonte die Bedeutung der kommunalen Arbeit für eine gerechte Gesellschaft und kündigte eine Weiterentwicklung des Gleichstellungsgesetzes an. Judith Rahner (Deutscher Frauenrat) wies auf die enge Verknüpfung von Antifeminismus und Demokratiefeindlichkeit hin und Andrea Schrag, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Harburg resümiert: „Die Bundeskonferenz hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig kommunale Gleichstellungsarbeit für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und soziale Gerechtigkeit ist.“

Die Teilnehmenden äußerten zudem Bedauern über die kurzfristige Absage der Bundesministerin Karin Prien, was als mangelnde sichtbare Unterstützung auf Bundesebene wahrgenommen wurde.

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