21.10.2026 Aktuelles – Redaktion

Fünftes 3K-Treffen

Gemeinsam vorbereitet auf Krisen und Katastrophen

„Köpfe vor der Krise kennen“, unter diesem Motto kamen rund 60 Vertreter der Kreisverwaltung, Polizei, Bundeswehr, Feuerwehr, Deichverbände und des Katastrophenschutzes im Landkreis Harburg in der FTZ Hittfeld zusammen. Das Kreisverbindungskommando (KVK) der Bundeswehr lud zum fünften 3K-Treffen ein, um Kontakte zu vertiefen und die Zusammenarbeit der „Blaulichtfamilie“ zu stärken. Im Mittelpunkt stand der neue Sonderplan Blackout zur Vorbereitung auf großflächige Stromausfälle.

„In kritischen Zeiten ist es wichtig, dass wir zusammenstehen“, betonte Oberstleutnant der Reserve Jürgen Meinberg, Leiter des KVK. Er hob die Bedeutung von Resilienz in Behörden, Unternehmen und der Bevölkerung hervor. Auch Kreisrätin Annerose Tiedt unterstrich die Wichtigkeit des persönlichen Austauschs und dankte im Namen von Landrat Rainer Rempe allen haupt- und ehrenamtlichen Kräften. Geplant sind unter anderem eine Übung des Katastrophenschutzstabs (Stabs HVB) sowie eine verstärkte Sensibilisierung der Bevölkerung.

Daniel Rupp, Leiter der Abteilung Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz, stellte den neuen Sonderplan Blackout vor. Dieser wurde gemeinsam mit den Kommunen und dem Fachunternehmen LÜLF erarbeitet, um bei Stromausfällen koordiniert handeln zu können. Rupp betonte, dass der Schutz durch ehrenamtliches Engagement getragen wird, jeder Einzelne jedoch auch selbst Vorsorge treffen muss.

Der Sonderplan wird kontinuierlich weiterentwickelt. Bis 2027 stehen die Umsetzung mit den zwölf Städten und Gemeinden, kommunale Alarmpläne sowie die Ausstattung von Katastrophenschutzleuchttürmen im Fokus. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Vorsorge für gefährdete Personen, wie etwa heimbeatmete Patienten.

„Der Sonderplan Blackout schafft eine wichtige Grundlage, die wir nun Schritt für Schritt konkretisieren“, so Rupp. Auch die Information der Bürger ist zentral. Für 2027 ist ein gemeinsamer Katastrophen- und Bevölkerungsschutztag geplant. Kreisrätin Tiedt betonte, wie entscheidend es sei, dass die Menschen wissen, wie sie im Ernstfall reagieren können.

Beim geselligen Ausklang des Treffens konnten die Teilnehmenden bei Speisen und Getränken Kontakte vertiefen. Denn neben Alarmplänen kommt es im Krisenfall vor allem auf die Menschen an, die gemeinsam handeln.

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