22.09.2026 Wirtschaft & Verkehr – Redaktion

Gut für Seevetal

Gemeinde fördert Gewerbe auf ungenutzten Flächen

Die Gemeinde Seevetal nutzt erstmals einen städtebaulichen Vertrag, um alte Bodenabbauflächen gezielt für Gewerbe zu entwickeln, statt neue Flächen auf der grünen Wiese auszuweisen. Vertragspartner ist die Firma August Ernst, die auf dem Gelände des ehemaligen Kalksandsteinwerks in Beckedorf einen Gewerbepark plant. Das Unternehmen verlegt dabei seinen gesamten Betrieb von Hamburg-Moorburg nach Seevetal und wird Flächen entlang der Maldfeldstraße an kleine und mittelständische Betriebe verpachten.

„Wir wollen Gewerbe ansiedeln, aber nicht um jeden Preis“, so Bürgermeisterin Emily Weede. „Deshalb sind wir froh, dass wir gemeinsam mit Unternehmen wie August Ernst alte Flächen einer neuen Bestimmung zuführen und recyceln können.“

Der städtebauliche Vertrag regelt die Zusammenarbeit und die Gebietsentwicklung. Darin verpflichtet sich die Firma August Ernst unter anderem, beim Bau des Gewerbeparks auf Klima- und Ressourcenschutz zu achten. Zudem wird sichergestellt, dass die Flächen vorrangig an Betriebe verpachtet werden, die Arbeitsplätze in Seevetal schaffen. Dies fördert die effiziente Flächennutzung und schafft wohnortnahe Arbeitsplätze.

Der Vertrag bietet sowohl der Gemeinde als auch dem Investor Planungssicherheit. Nun wird der Bebauungsplan vorangetrieben, wobei die Öffentlichkeit beteiligt wird, bevor der Rat den Plan abschließend beschließt.

Informationen zum aktuellen Sachstand „Bauleitplanverfahren Beckedorf 5 / Gewerbehof ehemals Kalksandsteinwerk“ sind unter www.seevetal.de/beckedorf-5 zu finden.

Angesichts steigender Nachfrage und begrenztem Angebot an Gewerbeflächen möchte die Gemeinde brachliegende Areale beleben. Dies stärkt die lokale Wirtschaftsstruktur, sichert Arbeitsplätze und schafft neue Stellen. Zudem profitiert die Gemeinde durch zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen.

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