30.09.2026 Kunst & Kultur – Redaktion – KI

Ein Ticket für pure Vielfalt

Ein ganzer Bezirk wird zur Bühne

Foto: SuedKultur

Harburg – Mit über 40 Acts verwandelt das Festival am 10. Oktober den Hamburger Süden in ein pulsierendes Soundfestival. Das Besondere in diesem Jahr, neben bewährten Kult-Bühnen setzt die Music-Night auf Kontraste, von mathematischer Avantgarde in schwindelerregender Höhe über klassische Klänge im sakralen Raum bis hin zu einer Exklave im Hamburger Westen.

Die SuedKultur Music-Night bleibt ihrem Ruf als Schmelztiegel der Genres treu. Ob Singer-Songwriter-Pop, Punkrock, Funk oder Irish Folk, das Publikum kann sich mit nur einem Ticket sein persönliches Festivalmenü zusammenstellen. Von etablierten Orten wie Marias Ballroom und dem Stellwerk bis hin zu intimen Spielorten wie dem Weltladen Harburg zelebriert das Festival die lokale und internationale Musikvielfalt.

Ein Highlight ist das Programm im „ligeti zentrum“ am Veritaskai. Im höchstgelegenen Konzertraum Harburgs erwartet die Besucher unter dem Motto „Klang à la Carte!“ ein avantgardistisches musikalisches Dinner.

Den Auftakt machen die Sonomathematischen Impulsarchitekten, bei denen Simon Linke und Rolf Bader live mit einer mathematischen Gleichung musizieren. Internationale Gäste sind die Chinesen Guan Yanyi (Zen-Gedichte) und Liang Yiyuan (modifizierte traditionelle Instrumente). Das Projekt „oscheat“ verspricht ein technologisches Spektakel, bei dem Musiker über digitale Interfaces in die Instrumente der anderen eingreifen. Avantgarde-Pop von CLARKS PLANET und eine Fusion aus Jazz und Irish Folk runden das Programm ab.

Wer besondere Atmosphäre sucht, findet sie in der St. Paulus-Kirche in Heimfeld. Das Heimfelder Kammerorchester spielt im Kirchenschiff ein Programm von feurigem Tango über Klezmer bis hin zur Klassik, darunter Werke von Joseph Haydn und Alan Hovhaness.

Erstmalig weitet die Music-Night ihren Radius aus und erschließt mit dem JoLa (Kulturhaus Süderelbe) in Neugraben einen neuen Ort mit erstklassigem Indie- und Post-Punk-Programm, 19.30 Uhr Picture Of A Red Seagull, deutschsprachiger Indie-Pop mit treibenden Gitarren und großen Hooks und um 20.30 Uhr Kultfaktor mit einem Mix aus Post-Punk und Indie-Rock, der die Ära der Neuen Deutschen Welle wiederauferstehen lässt.

Die SuedKultur Music-Night 2026 beweist einmal mehr, dass der Hamburger Süden musikalisch mutig bleibt und neue Räume erobert. Das Ticket kostet 7,50 Euro und kann in der ersten besuchten Location erworben werden.

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