221.10.2026 Kunst & Kultur – Redaktion
St. Paulus und die Neugotik
Wer war eigentlich Conrad Wilhelm Hase?
Seppensen – Warum hat die Buchholzer St.-Paulus-Kirche ihr heutiges Erscheinungsbild? Und welche Persönlichkeit hat ihre Architektur so maßgeblich geprägt? Antworten auf diese Fragen liefert ein spannender Vortrag am Freitag, den 30. Oktober, um 19.00 Uhr in der Schulstube des Museumsdorfes Seppensen.
Der Weg zu einer eigenen Kirche in Buchholz war langwierig. Über viele Jahre hinweg mussten die Bürger für ein eigenes Gotteshaus kämpfen, da sie zunächst zur Kirchengemeinde Hittfeld gehörten. Durch den Eisenbahnbau in den Jahren 1873/74 entwickelte sich der Ort jedoch rasant. Die Einwohnerzahl stieg, der Wohlstand nahm zu, und bereits um 1880 wuchs der Wunsch nach einer eigenen Kirche.
Ein erster Entwurf des Harburger Architekten Ziepolle scheiterte allerdings an den enormen Baukosten. Erst mit der Gründung der Kapellengemeinde Buchholz am 1. Mai 1891, der auch Vaensen und Steinbeck angehörten, gewann das Projekt wieder an Dynamik. Zwar wurde der ursprüngliche Plan erneut vorgelegt, dieser wurde jedoch vom Konsistorialbaumeister Conrad Wilhelm Hase abgelehnt. Stattdessen erstellte Hase unentgeltlich einen eigenen Entwurf, der das heutige Gesicht der St.-Paulus-Kirche entscheidend prägte.
Doch wer war Conrad Wilhelm Hase eigentlich? Warum zählt er zu den bedeutendsten Vertretern der Neugotik und welchen Einfluss übte er auf den Kirchenbau weit über die Grenzen Niedersachsens hinaus aus? Dr. Martin Pries widmet sich in seinem Vortrag genau diesen Fragen und bettet die Geschichte der Buchholzer Kirche in den architekturgeschichtlichen Kontext des 19. Jahrhunderts ein.
Anmeldungen zum Vortrag werden angenommen per Telefon 04181 31734 (Mittwoch von 10.00 bis 12.00 Uhr) oder E-Mail an anmeldung@gmv-buchholz.de. Der Eintritt erfolgt gegen eine Spende.
