22.09.2026 Aktuelles – Redaktion
„Trauerndes Kind“ zurück an seinem Platz
Bedeutendes Mahnmal wieder im öffentlichen Raum präsent

Pastorin Sabine Kaiser-Reis und Bezirksamtsleiter Christian Carstensen bei der feierlichen Enthüllung der restaurierten Skulptur. © Gerd Demitz
Harburg – Das „Trauernde Kind“ ist zurück. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurde die restaurierte Skulptur am 21. September an ihrem ursprünglichen Standort vor der St. Johannis-Kirche wieder enthüllt.
Bezirksamtsleiter Christian Carstensen, Pastorin Sabine Kaiser-Reis sowie Vertreterinnen und Vertreter der Friedensinitiative Hamburg Süd begleiteten die feierliche Enthüllung der restaurierten Skulptur. Mit ihrer Rückkehr an den ursprünglichen Standort ist ein bedeutendes Kunstwerk und Mahnmal wieder dauerhaft im öffentlichen Raum präsent.
Um den langfristigen Erhalt des Denkmals zu sichern, übernimmt das Bezirksamt Harburg weiterhin die regelmäßige Kontrolle der Standsicherheit. Darüber hinaus wurden Vorkehrungen getroffen, um die Skulptur künftig besser vor Diebstahl und Beschädigungen zu schützen.
Als Teil des Harburger Kunstpfades gehört das „Trauernde Kind“ zu insgesamt 26 Kunstwerken im öffentlichen Raum des Bezirks. Die rund 90 Zentimeter hohe und etwa 100 Kilogramm schwere Skulptur des Künstlers Hendrik-André Schulz bildet gemeinsam mit dem „Harburger Soldaten“ ein Mahnmal gegen Krieg und Gewalt. Seit ihrer Aufstellung im Jahr 1988 erinnert die Figur an das Leid der Menschen, die durch Krieg Angehörige verlieren oder dauerhaft von seinen Folgen betroffen sind.
Die Entwendung der Skulptur im Sommer 2025 hatte in Harburg große Bestürzung ausgelöst. Umso größer war die Freude über ihre Wiederauffindung durch das Landeskriminalamt und die anschließende Rückgabe an das Bezirksamt Harburg. Trotz erheblicher Beschädigungen konnte das Kunstwerk durch eine fachgerechte Restaurierung erhalten werden.
Bei der Enthüllung würdigten die Beteiligten die Bedeutung des Kunstwerks als Ort des Erinnerns und des Gedenkens. Zugleich wurde allen gedankt, die zur Wiederherstellung und Rückkehr der Skulptur beigetragen haben. Die Wiederaufstellung ist das Ergebnis der engen Zusammenarbeit zwischen dem Bezirksamt Harburg, der St. Johannis-Kirche, den beteiligten Restaurierungsfachleuten von Metallbau Edel & Stahl sowie weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern.
Mit seiner Rückkehr gewinnt Harburg nicht nur ein prägendes Kunstwerk zurück, sondern auch einen wichtigen Erinnerungsort, der bis heute zur Auseinandersetzung mit Krieg, Gewalt und ihren Folgen anregt.
