29.06.2026 Reisen, Freizeit & Sport – ein

Eiszeit im Sommer

Wie Braunbär, Luchs und Waschbär cool bleiben

Foto: Wildpark Schwarze Berge
Junger Nerznachwuchs geht auf erste Abenteuer im Wildpark. Foto: Wildpark Schwarze Berge

Vahrendorf – Wenn die Temperaturen steigen, läuft im Wildpark Schwarze Berge der Sommerbetrieb auf Hochtouren. Dann wird geplanscht, gesuhlt und geschleckt. Braunbären tauchen in ihren Badeteich ab, Wildschweine nutzen ihre Suhle als Schlammkur, Otter schlecken Fisch-Eis und bei den Alpakas sorgt ein Rasensprenger für Erfrischung. Der Wildpark zeigt, wie tierisch gute Abkühlung aussieht.

Für das Team bedeutet die Hitze, aufmerksam beobachten, Wassertränken häufiger kontrollieren, anstrengende Arbeiten in die kühleren Morgenstunden legen und rechtzeitig für Erfrischung sorgen. Während Gäste sich ein Eis gönnen, bekommen auch die Tiere ihre eigene Variante. Besonders beliebt sind „Eisbomben“, die am Vortag vorbereitet werden. „Dafür werden Eimer mit Wasser gefüllt und je nach Tierart mit Leckereien eingefroren“, erklärt Tierpflegerin Nele Österreich. Bei den Ottern darf es herzhaft sein, während die Braunbären Saana und Salla ihr Wassereis am Pool lieber fruchtig-süß mögen. Auch der Waschbär genießt gefrorene Wassermelone als Sommersnack.

Eine kalte Dusche erhalten regelmäßig die Wildschweine, besonders die Jungtiere. Die feuchte Erdschicht in ihren Suhlen kühlt und schützt die Haut vor Sonne und Insekten. Während auch das Rotwild Schlamm als Sonnenschutz nutzt, suchen Wölfe, Füchse, Dachse, Luchse und Schottische Hochlandrinder eher den Schatten auf. Die Alpakas wählen die Wellness-Variante mit dem Rasensprenger.

Neben den Abkühlungstricks sind auch die Jungtiere Hingucker. Die Ende Mai geborenen Nerze haben ihre Augen geöffnet und erkunden mit Wasserlauf und Planschbecken ihre Umgebung. Die an Vatertag geborenen Luchsdrillinge zeigen sich besonders morgens und nachmittags verspielt im Schatten. Bei den Zwergziegenlämmern scheint die Hitze spätestens beim Fressen vergessen zu sein.

Dass der Wildpark auch bei hohen Temperaturen ein angenehmes Ausflugsziel bleibt, liegt an seiner Lage. Auf den 50 Hektar sorgen Waldabschnitte, Wind und schattige Wege für ein milderes Klima. „Eis- und Wasservorräte für Besucher sind gut aufgefüllt“, berichtet Manuela Seyger, Leiterin des Wildpark-Shops. Also los geht’s zu tierischen Sommermomenten zwischen Bärenbad, Otter-Eis und Luchskindern im Schatten.

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