04.09.2026 Aktuelles – Redaktion

Probe für den Ernstfall

Warnsysteme auf dem Prüfstand

© Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
© Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Am Donnerstag, den 10. September, findet der bundesweite Warntag statt. Um 11.00 Uhr werden die verschiedenen Warnsysteme wie Sirenen, Cell Broadcast und Warn-Apps gemeinsam getestet, um die Bevölkerung auf mögliche Katastrophenlagen vorzubereiten. Die Übung dient dazu, die Zuverlässigkeit der Alarmierung zu prüfen und den Bürgern die Bedeutung der unterschiedlichen Signale sowie die richtigen Verhaltensweisen im Ernstfall näherzubringen.

Ob Großbrand, Hochwasser oder Chemieunfall, im Ernstfall müssen Warnungen schnell und zuverlässig die Bevölkerung erreichen. Damit die Bürger wissen, wie sie reagieren sollen, findet am Donnerstag, den 10. September, der bundesweite Warntag statt. Bund, Länder und Kommunen, einschließlich des Landkreises Harburg, testen dabei ihre Warnsysteme.
Um 11.00 Uhr löst das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine zentrale Probewarnung über das Modulare Warnsystem (MoWaS) aus. Die Warnung erfolgt über Apps (BIWAPP, NINA, Katwarn), Radio, Fernsehen, Lautsprecher, digitale Infotafeln und Cell Broadcast an Mobiltelefone. Auch im Landkreis Harburg lösen die Sirenen um 11.00 Uhr Alarm aus. Um 11.45 Uhr folgt die Entwarnung auf allen Kanälen.

Der Warntag dient auch der Sensibilisierung für Sirenensignale. Um 11.00 Uhr ertönt für eine Minute ein auf- und abschwellender Heulton. Im Ernstfall bedeutet dies eine ernstzunehmende Gefahr. Die Bevölkerung sollte sich über Warn-Apps, Radio oder das Internet informieren und die Anweisungen befolgen. Am Warntag selbst besteht jedoch keine Gefahr. Um 11.45 Uhr signalisiert ein einminütiger, gleichbleibender Dauerton die Entwarnung (die Gefahr ist vorüber).

Das Sirenennetz im Landkreis ist nicht flächendeckend und wird derzeit modernisiert. Aktuell sind 317 Sirenen im Einsatz. Neue Anlagen, vor allem im Bereich der Elbe (zum Beispiel Neu Wulmstorf, Seevetal, Winsen), können neben Heultönen auch Sprachdurchsagen verbreiten und verfügen über Akkus für den Einsatz bei Stromausfall.

Zeitgleich wird bundesweit Cell Broadcast getestet. Dabei erhalten alle Mobiltelefone in den Funkzellen eine Warnmeldung ohne App oder Registrierung und völlig anonym. Damit dies funktioniert, sollten die Betriebssysteme aktuell sein (Android ab Version 11, iOS ab Version 16.1). Da Cell-Broadcast-Texte auf 500 Zeichen begrenzt sind, sollten für Details zusätzliche Kanäle wie Radio oder Apps genutzt werden.

Parallel dazu aktivieren die Warn-Apps BIWAPP, NINA oder Katwarn Meldungen für 11.00 Uhr und die Entwarnung für 11.45 Uhr. BIWAPP ist kostenlos verfügbar und ermöglicht individuelle Einstellungen zu Themen wie Hochwasser oder Feuer. Weitere Informationen gibt es unter www.landkreis-harburg.de/biwapp oder www.biwapp.de. Informationen zum bundesweiten Warntag bietet das BBK unter www.bbk.bund.de.

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