26.10.2026 Aktuelles – Redaktion
Umgang mit psychischer Gesundheit
Wieviel Offenheit bei psychischen Erkrankungen?
Offenheit zeigen oder lieber schweigen? Psychische Erkrankungen sind allgegenwärtig, werden aber oft fälschlicherweise mit Schwäche oder mangelnder Disziplin gleichgesetzt. Unter dem Motto „Psychische Erkrankungen, wie viel Offenheit tut gut?“ lädt der Sozialpsychiatrische Verbund des Landkreises Harburg im November zu zwei Trialog-Veranstaltungen ein, um diese Frage zu erörtern.
Mit Donnerstag, 5. November, im Marstall Winsen (Schloßplatz 11) und Mittwoch, 12. November, in der Seniorenbegegnungsstätte Buchholz (Wilhelm-Baastrup-Platz 2) stehen zwei Termine zur Auswahl, jeweils um 18 Uhr.
Betroffene, Angehörige und Fachkräfte können sich über persönliche Erfahrungen und Hilfsangebote austauschen. Im Fokus stehen Vorurteile, aktuelle Entwicklungen und ein wertschätzender Umgang mit psychischer Gesundheit. Da Stigmatisierung oft zu Isolation führt, kann Offenheit Vorurteile abbauen und Verständnis wecken, wobei niemand zur Offenlegung gezwungen ist.
Die Treffen thematisieren Fragen wie: Wann wirkt Offenheit befreiend und wann ist Selbstschutz wichtiger? Wem gegenüber möchte ich mich öffnen? Wo liegen individuelle Grenzen? Auch die Perspektive von Angehörigen und der Gesellschaft wird beleuchtet, um Unsicherheiten im Umgang mit dem Thema abzubauen.
Ziel ist es, verschiedene Sichtweisen sichtbar zu machen, das gegenseitige Verständnis zu stärken und Impulse für einen achtsamen Umgang zu geben. Die Trialog-Veranstaltungen bieten ein Forum für den Austausch auf Augenhöhe zwischen psychiatrieerfahrenen Menschen, Angehörigen und Fachkräften. Weitere Informationen sind unter https://www.landkreis-harburg.de/trialog zu finden.
Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich. Bei Rückfragen wenden sich Interessenten an den Sozialpsychiatrischen Dienst der Kreisverwaltung unter 04171 693517 oder 04181 201980.
