15.04.2026 Aktuelles – Redaktion

Runder Tisch im Kreishaus

Von der Kita ins inklusive Klassenzimmer

Foto: Landkreis Harburg
Tolle Beteiligung und engagierter Austausch beim Runden Tisch. Foto: Landkreis Harburg

Wie gelingt Kindern ein guter Start in die Schule und wie kann dieser Übergang inklusiv gestaltet werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt eines Runden Tisches, der nun im Winsener Kreishaus stattfand. Das Interesse war groß. 64 Fachkräfte aus Kitas, Grundschulen, Kreisverwaltung und Pädagogik folgten der gemeinsamen Einladung des Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentrum Inklusive Schule (RZI) des Regionalen Landesamts für Schule und Bildung (RLSB) sowie der Abteilungen Bildung und Gesundheit des Landkreis Harburg und nutzten die Gelegenheit für einen intensiven Austausch.

„Der Übergang von der Kita in die Grundschule ist eine entscheidende Phase im Leben eines Kindes“ erläuterte Andrea Paschke für das Projekt „Kommunales Bildungsmanagement und Monitoring“ der Kreisverwaltung das gemeinsame Ziel. „Wir wollen allen Kindern im Landkreis Harburg die bestmöglichen Startchancen geben, unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen. Und das gelingt uns nur dann, wenn wir frühzeitig und eng zusammenarbeiten“.

Wie wichtig dieser Austausch zwischen Kitas und Grundschulen und passende Unterstützungsangebote für Kinder und Eltern sein können, zeigte dabei auch eine Auswertung der jährlichen Schuleingangsuntersuchungen des Kreisgesundheitsamts, die Juliane Thoms vorstellte: „Die Kinder kommen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in die Schule. Es gibt nicht den einen typischen Schulstart. Umso wichtiger ist es, dass wir vorhandene Informationen miteinander teilen und gemeinsam schauen, was jedes einzelne Kind braucht.“

Neben kindheitspädagogischen Analysen und aktuellen Erkenntnissen aus der Praxis standen konkrete Unterstützungsangebote im Mittelpunkt des runden Tischs. Das Regionale Beratungs- und Unterstützungszentrum inklusive Schule (RZI) stellte dazu seine Arbeit vor, insbesondere die Angebote „Fachberatung Inklusion“ sowie den „Mobilen Dienst Emotionale und Soziale Entwicklung“. Ranga Schönborn-Hoffmann vom RZI hob dabei die Bedeutung der Vernetzung hervor: „Insbesondere Inklusion gelingt nicht im Alleingang. Sie lebt davon, dass sich Fachkräfte kennen, Vertrauen zueinander aufbauen und gemeinsam Lösungen für Kinder und auch Eltern entwickeln. Und genau dafür wollten wir mit diesem Runden Tisch Kitas und Grundschulen ganz gezielt zusammenbringen, nicht nur zum Zuhören, sondern um direkt zusammenzuarbeiten und Best Practice in diesem Bereich vorstellen, um Synergieeffekte zu schaffen.“

Wie eine solche Kooperation in der Praxis aussehen kann, zeigte zum Abschluss des Tages ein Beispiel aus Meckelfeld. Im sogenannten „Brückenjahr“ arbeiten Kita und Grundschule dort eng zusammen, um Kinder gezielt auf den Schulstart vorzubereiten. „Wir freuen uns über die tolle Beteiligung und den engagierten Austausch. Das zeigt uns, der Bedarf an einem solchen Format ist da“, so das Fazit der Organisatorinnen Ranga Schönborn-Hoffmann, Juliane Thoms und Andrea Paschke am Ende des erfolgreichen Runden Tisches, der aus vorherigen Workshops des Projekts „Kommunales Bildungsmanagement und Monitoring im Landkreis Harburg“ hervorgegangen ist. Dementsprechend soll die Vernetzung auch den Auftakt für weitere Zusammenarbeit am Übergang Kita-Schule im Rahmen des Projekts bilden, das im Rahmen des Programms „Bildungskommunen“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert wird.

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