06.02.2026 Kunst & Kultur – ein

Kino und Currywurst

Rechte, Solidarität und Gleichstellung

Foto: Landkreis Harburg
Der Arbeitskreis der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten lädt zu Kino und Currywurst ein. Foto: Landkreis Harburg

Buchholz – Der 19. Februar vor 107 Jahren hat eine besondere historische Bedeutung, der Tag war ein Meilenstein in der deutschen Geschichte und ein symbolisches Zeichen für den Fortschritt in Sachen Gleichberechtigung. Mit der SPD-Politikern Marie Juchacz hielt am 19. Februar 1919 erstmals eine Frau eine Rede vor einem demokratisch gewählten Parlament in Deutschland. Um an diesen besonderen Tag zu erinnern, lädt der Arbeitskreis der kommunalen Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Harburg in Kooperation mit dem Movieplexx-Kino Buchholz zu „Kino und Currywurst“ ein. Dazu wird am Donnerstag, 19. Februar, um 17.30 Uhr Movieplexx-Kino Buchholz der Film „Love Sarah – Liebe ist die wichtigste Zutat“ gezeigt. Nach dem Film wird zum geselligen Networking eingeladen, bei dem Currywurst für das leibliche Wohl sorgt. „Wir freuen uns, mit den Besucherinnen und Besuchern über erkämpfte Rechte, Solidarität und Gleichstellung ins Gespräch zu kommen“, so der Arbeitskreis. Der Eintritt beträgt 6 Euro.

Es war ein bahnbrechender Moment in der Demokratiegeschichte, als das Frauenwahlrecht am 30. November 1918 in Deutschland gesetzlich verankert wurde. Am 19. Januar 1919 konnten Frauen in Deutschland erstmals an Wahlen teilnehmen, sowohl als Wählerinnen als auch als Kandidatinnen. Diese Errungenschaft war das Ergebnis jahrzehntelangen Kampfes mutiger Frauenrechtlerinnen, die unermüdlich für politische Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe eintraten.

Genau um die Solidarität von Frauen, durch die ein Traum wahr wird, und um weibliche Selbstbestimmung geht es auch in dem Film „Love Sarah“. Eine berührende Geschichte über Mut, Zusammenhalt und die Kraft, das eigene Leben in die Hand zu nehmen. Die warmherzige Tragikomödie beschreibt, wie drei Frauen aus unterschiedlichen Generationen nach einem Verlust gemeinsam den Mut finden, neue Wege zu gehen. Zum Inhalt, Sarahs Herzenswunsch war es immer, im Londoner Stadtteil Notting Hill eine eigene Bäckerei zu eröffnen. Als sie überraschend stirbt, ist ihre 19-jährige Tochter Clarissa fest entschlossen, den Traum ihrer Mutter wahr werden zu lassen. Gemeinsam mit Sarahs langjähriger Freundin und der unbequemen, lebensklugen Großmutter Mimi wagt sie den Schritt in die Selbstständigkeit. Drei Frauen, drei Generationen, drei Le­bensentwürfe. In einer kleinen Bäckerei in Notting Hill stellen sie sich Zweifeln, Erwartungen und wirtschaftlichen Hürden.

Regisseurin Eliza Schroeder inszeniert „Love Sarah“ als leise, aber wir­kungsvolle Erzählung über weibliche Lebensrealitäten. Mit Humor und Wärme richtet sie den Blick auf unbezahlte Sor­gearbeit, ökonomische Abhängigkeiten und den Mut, sich gegen gesellschaftliche Erwartungen zu behaupten. Die in London gedrehte Tragikomödie verbindet emotionale Nähe mit sinnlichem Genuss. Die für den Film eigens entwickel­ten Backwaren stehen für Handwerk, Kreativität und für Arbeit, die allzu oft unsichtbar bleibt.

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