29.07.2026 Aktuelles – ein
Gartenabfälle nicht in den Wald
Warum Grünschnitt im Wald Schaden anrichtet

Buchholz – Rasenschnitt, Laub und Grünschnitt landen manchmal im Wald nebenan. Was harmlos klingt, ist es nicht. Gartenabfälle können heimische Waldökosysteme dauerhaft schädigen und gebietsfremde Pflanzenarten einschleppen.
Das Problem ist weit verbreitet. Gartenabfälle werden im Wald abgeladen, oft ohne böse Absicht, aber mit spürbaren Folgen für die Natur. Die Schäden entstehen auf mehreren Wegen. Über Grünschnitt gelangen gebietsfremde Pflanzen wie der Japanische Staudenknöterich in die Landschaft. Bereits kleinste Wurzelstücke reichen aus, damit sich solche Arten dauerhaft festsetzen und heimische Vegetation verdrängen. Dazu kommt, dass Gartenabfälle den Stickstoffgehalt im Waldboden erhöhen, was stickstoffliebende Pflanzen wie Brennnesseln begünstigt und die ursprüngliche Waldflora zurückdrängt. Über Gartenreste können außerdem Pilze, Bakterien und Schädlinge eingetragen werden, die heimische Bestände gefährden. Das Ablegen von Gartenabfällen im Wald ist deshalb in Niedersachsen verboten. Wer Gartenabfälle trotzdem im Wald ablegt, muss mit einem Bußgeld rechnen.
Wer Grünschnitt loswerden möchte, kann ihn an der Annahmestelle in der Ritscherstraße 10 in Buchholz abgeben, montags bis freitags von 8.00 bis 16.00 Uhr. Größere Mengen können zu den Kompostwerken in Tostedt gebracht werden, kleinere Mengen gehören in die Biotonne.
