21.04.2026 Aktuelles – ein

Feuerwehrgerätehaus offiziell übergeben

„Das Gebäude setzt Maßstäbe für weitere Häuser“

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Bei der Schlüsselübergabe: (v. li.) Stadtbrandmeister Christian Matzat, Ortsbrandmeister Oliver Kluth, Ortsbürgermeisterin Heidemarie Micheel und Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse. Foto: ein

Sprötze – Eingezogen sind die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Sprötze bereits am 1. November vergangenen Jahres. Jetzt wurde das moderne Feuerwehrgerätehaus an der Neuen Brückenstraße auch offiziell übergeben. Etwa 80 Gäste aus Feuerwehr, Politik, Verwaltung und Gesellschaft kamen in der vergangenen Woche zu der Feierstunde.

„Sie können stolz auf das Gebäude sein. Es ist innovativ und dient als Vorbild für weitere zu bauende Feuerwehrgerätehäuser“, sagte Buchholz‘ Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse. Er erinnerte an die lange Vorlaufzeit, bevor der etwa 4,7 Millionen Euro teure Neubau in Holzrahmenbauweise fertig war. Er selbst sei das erste Mal im Jahr 2010, damals noch als Erster Stadtrat, mit den Plänen für ein neues Gerätehaus konfrontiert gewesen, sagte Röhse. Mit der Erstellung des Feuerwehrbedarfplans habe das Thema an Tempo gewonnen.

Der Bürgermeister dankte allen Beteiligten für den langen Atem bei der Planung und Umsetzung des Neubaus. Für Ortsbrandmeister Oliver Kluth ist das Gerätehaus „einfach großartig“. Es sei weit mehr als nur ein Bau aus Holz, Stahl und Beton. „Der Neubau ist die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr Sprötze“, betonte Kluth. Durch die großzügigen Räumlichkeiten könne man sich intensiv um die Ausbildung des Nachwuchses kümmern.

Kluth dankte den Beteiligten für ihre Geduld. Eigentlich sollte die Feuerwehr bereits im Mai 2024 von dem abgängigen Altbau an der Niedersachsenstraße umziehen. Ein Wasserrohrbruch im Neubau verhinderte das.

Bürgermeister Röhse übergab symbolisch den Schlüssel für das Gebäude an Stadtbrandmeister Christian Matzat, der ihn wiederum an Oliver Kluth weiterreichte. Matzat bedankte sich für das Vertrauen der Stadt Buchholz in die weitgehend ehrenamtliche Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr. „Wir sind weiterhin bereit, Verantwortung zu übernehmen“, versicherte der Stadtbrandmeister. „Das Warten hat sich gelohnt“, sagte Sprötzes Ortsbürgermeisterin Heidemarie Micheel. Der Neubau sei ein Ort, der der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr gerecht wird. Für sie sei die Übergabe etwas Besonderes, denn die Arbeit der Retter begleitet ihre Familie seit jeher. Micheels Großvater war 1911 Gründungsmitglied der Freiwilligen Feuerwehr, in die Amtszeit ihres Vaters als Ortsbrandmeister fiel zudem im Jahr 1976 die Einweihung des Feuerwehrgerätehauses an der Niedersachenstraße. Letztlich gab es bei der Feierstunde noch göttlichen Beistand. Anna-Lena Hübsch, seit vergangenem September Pastorin der Kreuzkirchengemeinde in Sprötze, segnete das Gebäude.

Im Neubau steht den Ehrenamtlern der Freiwilligen Feuerwehr deutlich mehr Platz als bisher zur Verfügung, 950 Quadratmeter Nutzfläche anstatt wie bisher 300 Quadratmeter. Auf dem 8.000 Quadratmeter großen Grundstück gibt es zudem Übungsflächen, unter anderem für die Jugendfeuerwehr. Und erstmals stehen den Feuerwehrleuten Umkleidekabinen zur Verfügung. „Bisher haben wir uns vor, zwischen und hinter den Fahrzeugen umgezogen“, erinnerte sich Oliver Kluth.

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