18.08.2026 Wirtschaft & Verkehr – Redaktion

Erster Schritt zum Mischwald

Durchforstung eines sturmgeschädigten Waldstücks

Buchholz – Im Auftrag der Stadt Buchholz hat die Durchforstung einer städtischen Waldfläche begonnen, die von der FBG Jesteburg koordiniert wird. Die Fläche an der Kreuzung Lohbergenstraße und Seppenser Mühlenweg war durch Sturmschäden und Borkenkäferbefall stark geschädigt worden. Die Maßnahme bereitet den Umbau zu einem widerstandsfähigeren Mischwald vor.

Die Fläche liegt gegenüber der Otto-Koch-Kampfbahn mitten im Siedlungsgebiet. Da der frühere, dichte Fichtenbestand besonders anfällig für Stürme und Borkenkäfer war, will die Stadt Buchholz gemeinsam mit der FBG Jesteburg einen resilienteren Mischwald aufbauen.

Durch eine Durchforstung mittels Harvester wird Platz, Licht und Nährstoffe für den im Herbst anzupflanzenden Laubmischwald geschaffen. Die Arbeiten starten bewusst nach der Brut- und Setzzeit (Mitte Juli), um Vögel und Wildtiere nicht zu stören.

Im Bereich der Bebauung am Starenweg müssen zudem Bäume am Waldrand gefällt werden, um die Sicherheit für Häuser und Gärten langfristig zu gewährleisten. Entlang der Bebauung entsteht, ähnlich wie am Finkenweg, ein bewuchsfreier Schutzstreifen. Dieser verringert die Gefahr durch umstürzende Bäume bei Wind und wirkt Waldbränden entgegen.

Nach dem Abtransport und Verkauf des Holzes wird die Fläche mit einem Forstmulcher von Resten befreit. Im Herbst und Winter legt der Forstverband einen Laubmischwald aus Rotbuche, Stieleiche, Hainbuche, Bergahorn und Winterlinde an. Die Baumartenwahl richtet sich nach den Gegebenheiten vor Ort, um künftigen Wetterextremen besser standzuhalten.

Der frühe Start im Herbst ermöglicht den jungen Bäumen, vor dem nächsten Sommer ausreichend Wurzeln zu bilden. Ein Wildschutzzaun schützt die Pflanzen für voraussichtlich acht Jahre vor Wildverbiss. Die Wanderwege bleiben währenddessen passierbar.

Mit diesem Umbau macht die Stadt Buchholz den Wald gezielt fit für den Klimawandel. Ein artenreicher Mischwald bietet mehr Lebensraum und ist widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Trockenheit.

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