10.10.2026 Ratgeber – Redaktion

Energiewende und Klimaschutz

Nachhaltig und zukunftssicher heizen

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Gemeinsam zeigen (v.li.) Klimaschutzmanager Oliver Waltenrath, Bernd Hammann und Ole Wolf, wie man mit dem Ofen richtig heizt. Foto: ein

Für viele ist ein Kaminofen der Inbegriff von Romantik und Geborgenheit. „Ein Feuer im Kaminofen sorgt gerade in der Übergangszeit für angenehme Wärme und Gemütlichkeit“, erklärt Schornsteinfegermeister Bernd Hammann. Holz ist zudem eine nachhaltige Möglichkeit, sich von fossilen Brennstoffen unabhängig zu machen. Dies ist ein zentrales Thema der „Wochen der Wärme“ im Landkreis Harburg, einer Kooperation der Stabsstelle Klimaschutz, der KEAN und des Schornsteinfegerhandwerks.

„Entscheidend ist, dass richtig geheizt wird“, betont Hammann. Falsche Bedienung belastet Umwelt und Gesundheit. Beim Anzünden gilt, der Anzünder darf nicht nach unten gelegt werden, da das Feuer von oben nach unten abbrennen muss, um die Temperatur schnell zu erhöhen und Rauch zu reduzieren. Zeitungspapier oder Karton sind ungeeignete Brennstoffe, da sie Schadstoffe freisetzen. Diese gehören in die Altpapiertonne.

Kollege Ole Wolf ergänzt, dass eine verrußte Ofenscheibe oft auf feuchtes Holz oder falsches Anzünden hindeutet. Ein häufiger Fehler ist es zudem, die Luftzufuhr zu früh zu drosseln. Für eine gute Verbrennung sollte das Holz zügig mit hellen Flammen abbrennen. Die Restfeuchte des Holzes sollte maximal 20 Prozent betragen, was sich am besten mit einem Holzfeuchtemessgerät an einer frisch gespaltenen Stelle prüfen lässt. Lagerung sollte trocken, überdacht und gut belüftet erfolgen.

In den Kaminofen gehört ausschließlich zugelassenes, trockenes und naturbelassenes Brennholz. Abfälle wie Papier, Karton oder behandeltes Holz senken den Wirkungsgrad und erhöhen die Schadstoffemissionen massiv. Um Feinstaub zu minimieren, sind trockenes Holz und die richtige Brennstoffmenge entscheidend. Der Ofen sollte vorausschauend und bedarfsgerecht betrieben werden.

Klimaschutzmanager Oliver Waltenrath erklärt, dass Holz fossile Energieträger ergänzen kann, sofern das Gesamtkonzept des Gebäudes stimmt. Ein Kaminofen kann etwa als Zusatzheizung mit einer Wärmepumpe kombiniert werden. Zur emissionsarmen Nutzung gehört zudem die regelmäßige Wartung von Asche, Dichtungen und Scheibe. Bei älteren Modellen sollte die Einhaltung der Anforderungen durch den Bezirksschornsteinfeger geprüft werden.

Die „Wochen der Wärme“ bieten zu Beginn der Heizperiode praxisnahe Lösungen für eine effiziente Wärmeversorgung. Da 80 Prozent der Haushaltsenergie für Wärme und Warmwasser aufgewendet werden, zahlt sich eine Optimierung schnell aus.

Infos zu Veranstaltungen und Online-Vorträgen sind unter www.energiewegweiser.de zu finden. Ansprechpartner ist Oliver Waltenrath (Stabsstelle Klimaschutz, Landkreis Harburg) unter Telefon 04171 693-6601.

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