11.06.2026 Wirtschaft & Verkehr – Redaktion
Deutschland trennt
Trenn-Bär macht die Mülltrennung leicht

Erster Kreisrat Josef Nießen und der Trenn-Bär freuen sich über die gute Resonanz auf die Aktion „Deutschland trennt“ in Winsen. Foto: Landkreis Harburg
Der Trenn-Bär steppte auf dem Winsener Schlossplatz und machte den Besucherinnen und Besucher die Mülltrennung leicht. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Harburg beteiligte sich auf dem Winsener Wochenmarkt bei der Aktion „Deutschland trennt“, die zu richtiger Mülltrennung motivieren und über die Bedeutung für den Klima- und Umweltschutz aufklären soll. Dazu erklärte der Trenn-Bär, wie richtige Mülltrennung funktioniert und warum sie so wichtig ist. „Das ist richtig gut gelaufen“, freute sich Jörg Klenner von der Abfallwirtschaft über den Zuspruch. „Wir konnten aufklären und mit so manchem Vorurteil aufräumen.“
Bis zu drei Meter hohe, überdimensionale Verpackungen von Eigenmarkenprodukten der beteiligten Handelspartner sorgten bei der Aktion für Aufmerksamkeit und waren nicht zu übersehen. Sie machten deutlich, es geht um die Verpackung. Nur wenn gebrauchte Verpackungen richtig in die Gelbe Tonne entsorgt werden, können sie recycelt werden. Und dabei gibt es auch im Landkreis Harburg durchaus noch Potenzial. Insgesamt fallen im Landkreis Harburg im Jahr rund 130.000 Tonnen Abfall an, davon gut 8.200 Tonnen Verpackungsmüll.
Die „Klassiker“ unter den Irrtümern – beim Backpapier verleitet der Name zur Entsorgung im Altpapier. „Aber das Backpapier ist beschichtet und gehört in den Restmüll“, betont Klenner. Und auch der To-go-Kaffeebecher landet oftmals in der Papiertonne, obwohl er im Verpackungsmüll und damit in der gelben Tonne richtig aufgehoben ist. Unsicherheit besteht nach Beobachtungen Klenners auch, wie denn mit den Verpackungen umgegangen werden soll, die aus verschiedenen Materialien bestehen, wie dem Joghurtbecher aus Plastik mit dem Aludeckel.
Initiiert und organisiert wird die Aktion von „Mülltrennung wirkt“, einer Initiative der dualen Systeme. Neben den dualen Systemen engagieren sich unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltministerin Steffi Lemke die kommunalen Abfallberatungen, Unternehmen der Abfall- und Entsorgungswirtschaft und des Lebensmitteleinzelhandels, um die Menschen für noch mehr und noch bessere Mülltrennung zu gewinnen.
