30.04.2026 Ratgeber – ein
Videos zur Kindergesundheit
Bei vielen Symptomen ist die Unsicherheit groß

Kreisrätin Ana Cristina Bröcking: „Wir wollen Eltern und Fachkräfte unterstützen“. Foto: Landkreis Harburg
Auf einmal sind leise Schritte auf dem Fußboden zur hören. Und das morgens um 5.30 Uhr. Langsam öffnet sich die Schlafzimmertür, dann steht das Mädchen direkt neben dem Bett. „Mami, ich kann nicht schlafen. Mir geht es nicht gut. Mir ist so warm, und der Bauch tut weh.“ Mit einem Schlag ist die Mutter hellwach. Und auch wenn das Thermometer keine erhöhte Temperatur anzeigt, die Frage bleibt, ob das Kind ernsthaft krank ist oder doch in den Kindergarten oder zur Tagesmutter gehen kann. Eltern kennen diese Situation nur zu gut, und nicht immer lassen sich Beschwerden eindeutig zuordnen. Antworten von Fachleuten geben die neuen Videos zur Kindergesundheit, die unter https://video.medienzentrum-harburg.de/c/schnoddify/videos ab sofort kostenlos abrufbar sind.
Ziel ist die Aufklärung bei akuten Erkrankungen, andererseits sollen die Filme auch zur Prävention dienen. „Kind und Krankheit, das ist für Eltern ebenso wie für die Fachkräfte immer wieder ein Thema, das für viele Fragen sorgt“, weiß Kreisrätin Ana Cristina Bröcking. „Wir wollen die Gesundheitskompetenz von Eltern stärken und gleichzeitig Fachkräfte sowie Kinderarztpraxen im Alltag entlasten“, sagt sie. „Dazu wollen wir mit Antworten unterstützen. Denn ein einheitlicher Umgang ist wichtig, um Verunsicherungen zu vermeiden und eine klare Kommunikation zwischen Eltern und Einrichtungen herzustellen. Das entlastet die Kindertagesstätten und Kindertagespflegekräfte ebenso wie die Arztpraxen und unterbindet Ansteckungswege.“
Bei vielen Symptomen ist die Unsicherheit groß. Die Nase läuft ununterbrochen, was nun? Sind die Bauchschmerzen eine Erkrankung oder nur Aufregung? Sind die tränenden Augen schon eine Entzündung? Und vor allem, wie verhalte ich mich als Mutter oder Vater richtig? Ist das Kind wirklich krank oder kann es doch in den Kindergarten oder zur Tagesmutter gehen? Muss ich mit dem Nachwuchs in die Arztpraxis oder reicht ein wenig Bettruhe? Kann das Kind nicht auch im Kindergarten betreut werden, wenn es ein wenig schlapp ist und ich wichtige Termine habe und der Chef drängelt? Eltern haben oft viele Fragen, und die Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertageseinrichtungen, aber auch die Tagesmütter und Tagesväter nicht nur zur Grippezeit tägliche Diskussionen, ob krank wirklich krank bedeutet. Gleichzeitig ist nicht jedes Unwohlsein oder eine leichte Temperaturerhöhung unbedingt ein Fall für die Kinderarztpraxis und muss dort knappe Kapazitäten binden.
Die Videos geben Antworten auf viele Fragen und bieten einen Überblick, dazu eine Checkliste im „Was-hast-du-Duden vom Landkreis Harburg“. Zunächst wurden fünf Videos zu Erkrankungen produziert, die gerade bei Mädchen und Jungen im Kindergartenalter immer wieder Thema sind, Schnupfen, Fieber, Augenschnupfen, Hand-Mund-Fuß-Krankheit und Magen-Darm. Kompetent informieren darin zwei Mediziner, der Hittfelder Kinder- und Jugendarzt Dr. Marcel du Moulin und die Leitende Amtsärztin Astrid Schwemin, was bei der jeweiligen Erkrankung zu beachten ist, ob das Kind besser zu Hause bleiben sollte und wann man mit dem Nachwuchs zur Ärztin oder zum Arzt gehen sollte. Außerdem gibt es erste Tipps zur Behandlung.
Weitere Infovideos sollen im Herbst folgen. Alle Videos werden den Kita-Trägern zur Verfügung gestellt werden. Sie können die Filme dann gerade bei Erkrankungswellen an die Eltern weiterleiten. Außerdem sind sie unter https://video.medienzentrum-harburg.de/c/schnoddify/videos abrufbar.
