07.08.2026 Aktuelles – ein
Rekordhitze und Trockenheit
Kein Wasserentnahme aus Gewässern
Die Sonne scheint ununterbrochen, der Garten ist trocken, da wollen manche Bürgerinnen und Bürger Wasser aus Bächen oder Flüssen nutzen, um Beete oder Rasen zu gießen. Doch die Wasserentnahme aus Flüssen und Bächen mit Pumpen ist aus ökologischen Gründen verboten und gefährdet dem Lebensraum beispielsweise der Pflanzen und Kleinstlebewesen am Gewässer. „Das Abpumpen kann mit einer Geldbuße geahndet werden“, sagt André Francois von Abteilung Umwelt des Landkreises Harburg.
„Erlaubt ist lediglich das Abschöpfen von Wasser mit Handgefäßen wie einer Gießkanne“, erläutert Francois. Das gilt übrigens nicht nur in Trockenperioden und Niedrigwasserzeiten, sondern dauerhaft. Um Wasser aus Flüssen, Gräben Seen und Teiche zu entnehmen, braucht man grundsätzlich eine wasserrechtliche Erlaubnis.
Das Ganze hat einen guten Grund: „Bäche und Seen haben wichtige Funktionen im Naturhaushalt“, betont Francois. „Neben der besonderen Aufgabe für das Klima, in der die Gewässer ausgleichend wirken, sind sie wichtiger Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Gerade bei der Wasserentnahme aus kleinen Bächen und Gewässern ist schnell die Grenze überschritten, bei der für Pflanzen und Tiere nicht mehr genug Wasser bleibt und dadurch große Schäden angerichtet werden können.“
Insbesondere in den Zeiten mit Niederschlagsmangel stehen auch die Gewässer erheblich unter Druck. Den Bächen und Flüssen strömt nicht mehr genügend Grundwasser zu und die Abflüsse gehen drastisch zurück. „Damit sind Gewässer und somit die Lebensräume der Tiere und Pflanzen sehr anfällig gegen weitere Belastungen wie Nährstoffanreicherungen und den Anstieg der Temperatur.“
Der Landkreis appelliert grundsätzlich, sorgsam mit Wasser umzugehen. Gerade bei Trockenheit und der aktuellen Hitze gilt es daher, Wasser zu sparen und beispielsweise für die Gartenbewässerung auf gesammeltes Regenwasser zurückzugreifen. Besser ist es, den Garten nur morgens oder spätabends zu gießen, weil dann deutlich weniger Wasser verdunstet als in der Sonnenhitze. Dabei sollten Gartenbesitzerinnen und -besitzer lieber selten, aber dafür gründlich wässern, weil sie damit tiefere Wurzeln fördern und Pflanzen widerstandsfähiger gegen Trockenheit machen. Und auch wenn er der Stolz so manchen Gartenfreundes ist, der Rasen sollte nicht ständig gesprengt werden. Ein ausgetrockneter Rasen erholt sich nach Regen meist wieder. Vorrang sollten Bäume, Hecken und Beete haben. Und wer seine Beete mulcht, sorgt mit der Schicht aus Rindenmulch, Rasenschnitt oder Stroh dafür, dass die Feuchtigkeit länger im Boden gehalten wird.
