07.04.2026 Kunst & Kultur – Redaktion

Ein Ort für Gesellschaftsthemen

Museumsbauernhof in Wennerstorf stellt die neue Saison vor

Foto: FLMK
Ab dem 1. Mai öffnet der Museumsbauernhof in Wennerstorf für Besucher. Foto: FLMK

Wennerstorf – Bei einem Rundgang über die Hofanlage des Museumsbauernhofes präsentierten die Verantwortlichen vor Ort den anwesenden Vertretungen von Stiftung, Förderverein und Landrat Rainer Rempe die Neuerungen der diesjährigen Museumssaison. Dazu gehören mehrere neue Themensonntage, erstmalig Darstellungen der „Gelebten Geschichte“ auf dem Heidehof und die Überarbeitung der bestehenden Ausstellung in den Gebäuden der historischen Hofanlage.

Der Museumsbauernhof und sein Hökerladen sind für Besucherinnen und Besucher ab Freitag, dem 1. Mai, jeweils von dienstags bis freitags von 10.00 bis 16.00 Uhr sowie sonn- und feiertags von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist an regulären Öffnungstagen frei, zum Hoffest beträgt er drei Euro, Personen unter 18 Jahren und Fördervereinsmitglieder haben immer freien Eintritt. Der Museumsbauernhof ist eine Außenstelle des Freilichtmuseums am Kiekeberg und wird vom Förderverein des Museums betrieben.

Weitere Informationen finden sich unter www.museumsbauernhof.de.

„Auf dem Museumsbauernhof kommen viele Dinge zusammen, Kultur, Bildung, gelebte Inklusion und Nachhaltigkeit. Das macht ihn zu einem besonderen Ort mit Vorbildcharakter“, erklärte Rainer Rempe, Landrat des Landkreises Harburg. Der Landkreis Harburg erwarb den Museumsbauernhof 1987 und stellte ihn dem Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg zur Verfügung. Seit 1997 ist er für Besucherinnen und Besucher zugänglich. Von Anfang an vereint der Museumsbauernhof ökologische Landwirtschaft, museale Arbeit und Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Die über 400 Jahre alte, denkmalgeschützte Hofanlage zählt zu den großen Schätzen der Nordheide. Der ehemalige Smedtshof vermittelt als lebendiges Museum die Lebens- und Arbeitsweise auf einem Bauernhof um 1930.

Der Museumsbauernhof vereint Landwirtschaft und Inklusion in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg. Auf dem Museumsbauernhof arbeiten 16 Menschen mit Behinderung. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem Arbeiten auf den Ackerflächen des Museumsbauernhofs und die Verarbeitung der Ernte. Oliver Gothe, seit über zwei Jahrzehnten Leiter der Außengruppe der Lebenshilfe auf dem Museumsbauernhof, berichtet von der täglichen Zusammenarbeit. „Wir beschäftigen Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen. Für alle ist hier etwas dabei. Das geht von Aussaat, Ernte und Verarbeitung bis zum Holzhacken und Kerzengießen in den Wintermonaten. Das macht den Museumsbauernhof zu einem schönen und sinngebenden Arbeitsplatz“, berichtet Oliver Gothe.

Auch Jan Bauer, Vorsitzender des Fördervereins des Freilichtmuseums am Kiekeberg, ist besonders der inklusive Aspekt auf dem Museumsbauernhof wichtig: „Es freut mich ganz besonders, dass der Förderverein Menschen mit Behinderung in Kooperation mit der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg ermöglicht, hier auf dem Hof zu arbeiten. Ich bin ein Fan der Lebenshilfe, meine eigene Schwester arbeitet dort.“

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