03.01.2026 Kunst & Kultur – Redaktion
Gutscheine für die Kreativszene
Mehr Rechtssicherheit für Kulturschaffende
Harburg – Das Netzwerk SuedKultur setzt in Zusammenarbeit mit der Bezirksverwaltung und der Politik in Harburg ein deutliches Zeichen zur Unterstützung der lokalen Kreativszene. Ab sofort können Kulturschaffende im Bezirk wieder Beratungsgutscheine für professionelle Erstberatungen in Anspruch nehmen, um rechtliche und finanzielle Hürden sicher zu meistern.
Die vielfältige Kulturlandschaft in Harburg wird maßgeblich von engagierten Einzelpersonen und Vereinen getragen. Doch oft bremsen komplexe Anforderungen in Bereichen wie dem Urheberrecht, dem Vereinsrecht, der Künstlersozialversicherung oder dem Steuerrecht die kreative Arbeit aus. Da die Kosten für Experten wie Juristen oder Steuerberatern oft eine erhebliche finanzielle Barriere darstellen, werden wichtige Entscheidungen häufig auf Basis von unsicherem Halbwissen getroffen.
Um diese Hemmschwelle abzubauen, stellt das Projekt für das Jahr 2026 ein Budget von insgesamt 5.000 Euro bereit. Vergeben werden rund 15 Beratungsgutscheine im Wert von jeweils maximal 300 Euro an Kulturschaffende aller Sparten im Bezirk Harburg – sowohl für Einzelpersonen als auch Gruppen und Vereine. Ziel ist die Förderung einer nachhaltigen und professionellen Entwicklung sowie die Stärkung der Rechtssicherheit in der Region. Der Weg zur Beratung ist dabei niederschwellig gestaltet. Interessierte benennen ihr konkretes Problem und wenden sich vertraulich an das Netzwerk SuedKultur (kontakt@sued-kultur.de).
Gemeinsam wird sondiert, welche Experten, zum Beispiel spezialisierte Anwälte oder Berater, die passende Unterstützung bieten können. Die Abrechnung erfolgt einfach per Kostenerstattung nach Einreichung der Rechnung bis zu einem Betrag von 300 Euro. Das Kontingent ist dabei auf 15 Beratungen begrenzt. Es gilt das Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Sobald das Budget ausgeschöpft ist, wird dies über das Netzwerk bekannt gegeben.
SuedKultur-Sprecher Jan Schröder: „Die Beratungsgutscheine gab es schon mal vor einigen Jahren. Etliche Fälle der jüngsten Vergangenheit zeigen, dass es leider ein Dauerthema ist. Rechtsfragen sind nicht mal eben so geklärt und wer schlecht beraten wurde, kommt nur schwer wieder auf die Beine.“
