13.03.2026 Ratgeber – Redaktion

Frühlingszeit ist Parasitenzeit

Hund und Katze vor Zecken schützen

Foto: © VIER PFOTEN
Nach jedem Freilauf und jeder Gassi-Runde sollte man seinen Hund gründlich nach Zecken absuchen. © VIER PFOTEN

Mittlerweile sind Zecken fast das ganze Jahr über aktiv, doch jetzt zur Frühlingszeit ist besondere Vorsicht geboten. Denn Zecken können Erreger auf Hund oder Katze übertragen, die gefährliche Krankheiten auslösen.

Zecken warten in Wäldern, hohem Gras oder im Gebüsch auf potenzielle Wirte. Spaziert ein warmblütiges Lebewesen, wie etwa ein Hund oder eine Katze , vorbei, lassen sie sich fallen oder werden abgestreift und arbeiten sich durch das Fell bis zur Haut vor. Die Parasiten zieht es dabei vorrangig zu weichen, gut durchbluteten Körperstellen wie den Achsel- und Lendenbereich oder die Ohren. Gerne setzen sie sich auch beim Schnüffeln oder Durchstreifen im Gras direkt im Gesicht oder Halsbereich fest.

Nach jedem Freilauf und jeder Gassi-Runde sollte man seinen Hund gründlich absuchen und auch Freigänger-Katzen sollten regelmäßig auf Zeckenbefall abgetastet werden. Entdeckte Zecken müssen sofort entfernt werden, denn beim Saugen sondern die Parasiten Speichel ab, der gefährliche Krankheitserreger enthalten kann.

Hat sich eine Zecke bereits angehaftet, sollte man sie sofort entfernen und nicht abwarten, bis sie vollgesogen abfällt. Mit Einweghandschuhen als Schutzmaßnahme, einer Zeckenzange und etwas Fingerspitzengefühl kann man die Zecke vorsichtig herausziehen. 

Empfehlenswert sind besonders Zeckenzangen, weil sie die Parasiten beim Entfernen nicht aktiv quetschen. Alternativen sind auch auf Zeckenhaken, -karten oder -schlingen oder eine Pinzette mit feiner Spitze. „Setzen Sie den Zeckenentferner so nah wie möglich an die Haut des Tieres an, ohne diese oder den Parasiten einzuquetschen. Ziehen Sie die Zecke dann mit einer langsamen, gleichmäßigen Bewegung gerade nach oben heraus. Ein ruckartiges Rausziehen oder Drehen des Blutsaugers ist übrigens kontraproduktiv. Häufig bleibt dabei das Mundwerkzeug im Wirtstier zurück und kann sich entzünden“, erklärt  Heimtier-Expertin Dr. Sabrina Karl. 

Die Stichstelle sollte nach dem Entfernen mit einem tierärztlich empfohlenen Mittel gereinigt werden, um Infektionen vorzubeugen. Auch danach muss man wachsam bleiben. Bleibt die Haut nach dem Stich gerötet oder entwickelt sich eine Entzündung an der Stelle, muss das Tier in einer Tierarztpraxis vorgestellt werden. Insbesondere, wenn der betroffene Hund oder die Katze Symptome wie Fieber, Mattigkeit oder geschwollene Lymphknoten zeigt, sollte man das überprüfen lassen, denn Zecken können Erreger übertragen, die gefährliche Krankheiten auslösen.

Um sein Heimtier optimal vor einem Zeckenstich zu schützen, lohnt sich jetzt eine Beratung in einer tierärztlichen Praxis, denn nicht jedes Zecken-Präparat ist für jedes Tier geeignet. Häufig schützen tierärztlich empfohlene „Spot-on“-Präparate. Sie werden in den Nacken und an den Rutenansatz geträufelt, wo das Tier sie nicht oder schwer ablecken kann. Es gibt Präparate, die sowohl abwehrend als auch abtötend gegen Zecken wirken. Vorsicht ist bei dem Wirkstoff Permethrin geboten. Während Hunde das Präparat sehr gut vertragen, kann es bei Katzen zu schweren Vergiftungen führen.

Als eine beliebte pflanzliche Alternative zu herkömmlichen Spot-on-Produkten gegen Zecken können die Tierhalter auch zu naturbelassenem Kokosöl oder -fett greifen. Wissenschaftlich nachgewiesen, kann der Bestandteil Laurinsäure darin unterstützend abweisend auf Zecken wirken. Da die Schutzwirkung jedoch nur zirka sechs Stunden anhält, muss das Kokosöl oder -fett in regelmäßigen Abständen auf dem Fell verteilt werden. Je nach Hundegröße und Felllänge muss man genug zum Verteilen einplanen.

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