17.02.2026 Aktuelles – ein

Vom Funken zur Flamme

„Equal Pay Day“ – Mut und Zuversicht entfalten

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Susan J. Moldenhauer (v.li.), Inga-Seba-Eichert, Anja Cords, Yvonne Bodendiek machen sich stark für den Equal Pay Day. Foto: ein

Buchholz – Der „Equal Pay Day“ ist ein symbolischer Tag, der auf die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen aufmerksam macht. Er markiert den Tag im Jahr, bis zu dem Frauen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen arbeiten müssen, um das gleiche Jahreseinkommen zu erzielen. In diesem Jahr fällt der „Equal Pay Day“ auf den 27. Februar. Ziel dieses Tages ist es, das Bewusstsein für die bestehenden Gehaltsunterschiede zu schärfen und Maßnahmen zur Schließung dieser Lücke zu fördern.

Die geschlechterspezifische Lohnlücke hat ihre Ursachen unter anderem darin, dass in einer gängigen Rollenverteilung Frauen oftmals schlechter bezahlte Berufe erlernen und ausüben. Überproportional viele Frauen sind in sozialen Berufen tätig, wie in der Kinderbetreuung, Pflege oder Reinigung, die schlechter entlohnt werden. Zudem arbeiten Frauen häufig in Teilzeit, was oft darauf zurückzuführen ist, dass sie die Verantwortung für Care-Tätigkeiten (Sorge- und Pflegearbeiten) übernehmen.

Traditionelle Geschlechterrollen und Stereotype können dazu führen, dass Frauen weniger oft für Führungspositionen in Betracht gezogen werden. Frauen haben unter Umständen weniger Zugang zu wichtigen Netzwerken und Mentoren, die für den Aufstieg in Führungspositionen entscheidend sein können da diese Netzwerke oft männlich dominiert sind. Die Herausforderung von Beruf und Familie können Frauen davon abhalten, Führungspositionen anzustreben. In der Regel wird erwartet, dass Führungspositionen in Vollzeittätigkeit ausgeführt werden. Bei den Frauen liegt aber oft die Hauptverantwortung für die Kinderbetreuung und die Pflege der Angehörigen. Oftmals fehlt es an gezielten Programmen zur Förderung von Frauen in Führungspositionen oder Neukonzeption der entsprechenden Führungsstellen. Gerade Führungspositionen sind in der Regel die Voraussetzung für eine höhere Bezahlung.

Diese Faktoren führen nicht nur zu einer geringeren Bezahlung während des Arbeitslebens, sondern auch zu niedrigeren Rentenansprüchen, was das Risiko von Altersarmut für Frauen erhöht. Frauen sind häufiger von Altersarmut betroffen. Es ist wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, die die Kinderbetreuung und die Pflege von Angehörigen unterstützen, um die Gleichstellung der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern und die Lohn- und Rentenlücken zu schließen.

Am Donnerstag, den 26. Februar von 18.00 bis 20.00 Uhr findet in der Rathauskantine passend zum Thema eine Kooperationsveranstaltung der „feffa e.V. – Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft in Buchholz und der Gleichstellungbeauftragten der Stadt Buchholz mit Karriere und Finanzcoach Susan J. Moldenhauer statt.

Die Suche nach Halt und innerer Stärke in Zeiten des Wandels treibt derzeit viele um. Doch zwischen Veränderung und Umbruch entsteht Raum für Neues. Die Referentin vermittelt in ihrem interaktiven Vortrag wie Frauen mehr Mut bekommen, Veränderung anzunehmen und auch selbst Neues zu erproben. Wer den Wert des eigenen Tuns kennt, ist resilienter und wird durch Herausforderungen stärker. Die Teilnehmerinnen erhalten Impulse und konkrete Werkzeuge, die innere Stärke in Job und Alltag lebendig werden zu lassen und mutig, entschlossen und klar ihren Weg zu gehen.

Diese Veranstaltung für Frauen ist eine Gemeinschaftsveranstaltung der „feffa e.V. – Koordinierungsstelle Frau und Wirtschaft in Buchholz und der Gleichstellungbeauftragten der Stadt Buchholz. Der Eintritt ist kostenfrei.

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