12.03.2026 Aktuelles – Redaktion

„Dreh-Ab!“

Siegerschulen ausgezeichnet

Foto: Landkreis Harburg
Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte der vier Siegerschulen freuen sich über die „Goldene Glühbirne“ und die Urkunden, die Erster Kreisrat Josef Nießen (re.) und Christian Ters von der Stabsstelle Klimaschutz (li.) übergeben. Foto: Landkreis Harburg

Energiesparen und Klimaschutz lohnt sich und wird belohnt. Mit ihren vielfältigen Aktivitäten hat sich die Johann-Peter-Eckermann-Realschule Winsen den Wanderpokal die „Goldene Glühbirne“ im Energiespar- und Klimaschutzprojekt „Dreh Ab!“ des Landkreises Harburg gesichert. Erster Kreisrat Josef Nießen überreichte die begehrte Auszeichnung und die Urkunde am Dienstagmittag an Schulleiter Andreas Neises sowie Vertreterinnen und Vertreter der Energieteams.

Doch nicht nur die Johann-Peter-Eckermann-Realschule weiß, wie es geht. Die Dreh-Ab-Gewinnerschulen lieferten sich ein enges Rennen und lagen in der Wertung hauchdünn beieinander. Die Eckermann-Realschule nahm die begehrte Trophäe der Oberschule Am Buchwedel Stelle ab. Sie hatte den Pokal bereits viermal geholt und wurde diesmal Zweiter, punktgleich mit dem Gymnasium Salzhausen. Den dritten Platz konnte sich nur knapp dahinter die IGS Buchholz sichern.

Aber auch die Leistungen der übrigen Schulen können sich sehen lassen. „Unser Energiesparprojekt „Dreh-Ab!“ ist und bleibt dank unserer Schulen ein großer Erfolg“, stellte Erster Kreisrat Nießen fest. Insgesamt beteiligten sich 19-Landkreis-Schulen mit rund 12.500 Schülerinnen und Schüler an „Dreh Ab!“, das der Landkreis bereits 2012 ins Leben gerufen hat, um Klimaschutz in den Schulalltag zu integrieren. „Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass sich so viele Schulen für den Klimaschutz engagieren“, lobte Erster Kreisrat Nießen.

„Klimaschutz beginnt vor Ort“, betonte Nießen. In der globalen Diskussion werde Klimaschutz aktuell oft in Frage gestellt. „Da müssen wir gegenhalten.“ Denn zum Klimaschutz gebe es keine Alternative. Und in Deutschland sei es auch eine verfassungsrechtlich vorgeschriebene Aufgabe. Der Landkreis Harburg hat sich daher auch das Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden. Dabei nehme man besonders die Gebäude und Schulen in den Blick.

Bei „Dreh Ab!“ werden die Jugendlichen motiviert, sich mit den Themen Klimaschutz und Energiesparen innerhalb des Schullebens zu beschäftigen und ganz konkrete Projekte zu entwickeln, die sich einfach umsetzen lassen und auch Vorbild für andere sein können. Mit Feuereifer waren die Schülerinnen und Schüler auch im vergangenen Jahr dabei, die Energieverbräuche weiter zu senken. In vielen Klassen gibt es Energieverantwortliche, die mit Argusaugen darauf achten, dass Licht, Heizung oder die elektronischen Tafeln nur angeschaltet sind, wenn sie wirklich benötigt werden.

Doch „Dreh Ab!“ ist mehr als der Griff ans Heizungsventil oder an den Lichtschalter. Es geht auch ganz entscheidend darum, dass Klimaschutz und Nachhaltigkeit ihren festen Platz im Schulleben haben. Und dabei werden viele Schulen kreativ. Da werden Bäume gepflanzt, der Schulgarten gepflegt, Honig produziert, ein intelligentes Bewässerungssystem entwickelt oder Müll getrennt und vermieden.

Energiesparen und Klimaschutz werden aber nicht nur in den Schulen großgeschrieben. Die Jugendlichen sorgen dafür, dass es zu einem Anliegen für die ganze Familie wird. An den „Dreh-Ab!“-Schulen bildeten sich, unterstützt durch Lehrer und Hausmeister, Energieteams mit mehr als 150 Schülern. Sie setzen sich im Unterricht oder in AGs mit dem Thema Energie auseinander und etablierten nach und nach eigene Ideen zur Energieeinsparung an den Schulen. Sie beschriften beispielsweise Lichtschalter, schalten nicht benötigte Beleuchtung oder Elektrogeräte im Stand-By-Betrieb ab, lesen regelmäßig Energiezählerstände ab und melden Technikmängel an die Kreisverwaltung.

Einen Überblick über „Dreh-Ab!“, das Prämiensystem und die teilnehmenden Schulen findet sich im Internet unter www.landkreis-harburg.de/dreh-ab.

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