28.05.2026 Wirtschaft & Verkehr – Redaktion
Investitionen in die Zukunft
Gemeinde Neu Wulmstorf beschließt Doppelhaushalt 2026/2027
Neu Wulmstorf – Der Doppelhaushalt 2026/2027 ist verabschiedet, trotz finanzieller Herausforderungen durch Kreisumlage und Landeszuschüsse. Schwerpunktthema ist der Neubau der Grundschule „An der Heide“ für über 26 Millionen Euro. Gleichzeitig sichert die Gemeinde wichtige Bürgerdienste und setzt auf Klimaschutz, unterstützt durch eine wachsende Einwohnerzahl und eine positive Gewerbesteuerentwicklung.
Der Rat der Gemeinde Neu Wulmstorf hat in seiner Sitzung am 26. Februar den Doppelhaushalt für die Jahre 2026 und 2027 einstimmig mit einer Enthaltung verabschiedet. Dies unterstreicht die breite Zustimmung aller politischen Kräfte und Parteien in Neu Wulmstorf zu den geplanten Maßnahmen und der finanziellen Ausrichtung. Trotz eines insgesamt schwierigen finanziellen Umfelds setzt die Gemeinde damit ein deutliches Zeichen für Stabilität, Planungssicherheit und gezielte Investitionen in zentrale Zukunftsbereiche.
Der größte Investitionsposten im Jahr 2026 ist der Neubau der Grundschule „An der Heide“ mit einem Gesamtvolumen von über 26 Millionen Euro. Das Projekt stellt eine bedeutende Bildungsinvestition der Gemeinde dar. Auch darüber hinaus bleibt der Bildungsbereich im Fokus: Die Grundschule Elstorf wird für die Umstellung auf den Ganztagsschulbetrieb derzeit überplant.
Ein weiteres wichtiges Vorhaben ist der Neubau eines Wirtschaftsgebäudes auf dem Friedhofsgelände. Das bisherige Gebäude ist abbruchreif, die Kosten für den Neubau liegen bei rund 1,1 Millionen Euro.
Im Bereich der Straßeninfrastruktur sind im Doppelhaushalt 2026/2027 keine neuen Investitionen für den Ausbau vorgesehen, jedoch wird die laufende Straßenunterhaltung seit 2024 jährlich mit einer Million Euro zusätzlich finanziert. Da Straßeninvestitionsmaßnahmen aktuell vollständig kreditfinanziert wären, sollen diese erst ab 2029 schrittweise angegangen werden. Die Grunderneuerung der Liliencronstraße ist ab 2029 vorgesehen, was eine mehrmonatige Teilsperrung zur Folge haben wird. Diese Maßnahme kann verantwortungsbewusst aber erst durchgeführt werden, wenn Ende 2028 die A26 an die A7 angeschlossen ist und die Pendlerverkehre im Kernort sich reduziert haben. Zudem werden bereits seit mehreren Jahren verstärkt Mittel in neue Fahrbahndecken investiert, ein Kurs, der beibehalten wird.
