13.04.2026 Lifestyle, Szene & Events – Gerd Demitz

Mit Tradition in den Mai

Wenn der Maibaum wieder am Dorfplatz steht

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Am ersten Mai spielt traditionell das Brauchtum eine große Rolle. Einer der Bräuche ist das Maibaum-Aufstellen. Klingt simpel, folgt aber je nach Ort einem durchaus festen Regelwerk. In mehreren Ortschaften unserer Region stehen meterhohe Maibäume auf einem zentralen Platz und werden von der Dorfgemeinschaft, oftmals den örtlichen Schützenvereinen oder der Freiwilligen Feuerwehr gemeinsam geschmückt. Auch in Städten stehen Maibäume. Es sind übrigens nicht immer echte Bäume, sondern oft geschmückte Masten.

Traditionell am 1. Mai ab ungefähr 14.00 Uhr wird im Dorfpark in Trelde mit Musik, Kaffee, Kuchen und Bratwurst der Maibaum aufgestellt. Und in Sprötze-Kakenstorf wird der Maibaum, organisiert vom Schützenverein, ebenfalls mit Blasmusik und Verpflegung auf dem Bahnhofsvorplatz aufgestellt. Nach sechs Jahren soll es nun auch in Jesteburg wieder einen Maibaum geben. Eine überparteiliche Initative aus dem Gemeinderat möchte die Tradition aufleben lassen und lädt dazu auf den Spethmannplatz ein. Unter wesentlicher Mitwirkung der Freiwilligen Feuerwehr soll der bunte, bändergeschückte Kranz am 30. April gegen 18.00 Uhr in die Höhe gehoben werden. Zu diesem fröhlichen Ereignis unter dem Motto „Gemeinsam an einem Strang ziehen“ sind alle Jesteburgerinnen und Jesteburger sowie Gäste herzlich willkommen.

Das traditionelle Maibaumaufstellen in Neu Wulmstorf findet jährlich am 1. Mai auf dem Rathausplatz statt. Organisiert vom Rotary Club Neu Wulmstorf, beginnt das Fest am Vormittag um voraussichtlich 10.30 bis 11.00 Uhr mit Musik, Bewirtung und Programm für Familien.

In Seevetal wird die Tradition des Maibaumaufstellens am 30. April und 1. Mai in mehreren Ortsteilen aktiv gepflegt, oft verbunden mit Dorffesten. Zentrale Veranstaltungen finden traditionell in Ohlendorf (Maifest, 1. Mai, beim BEHR Gemüsegarten), Hörsten (30. April, am Dörphus) und Ramelsloh statt. Die Freiwilligen Feuerwehren und lokale Vereine sind maßgeblich beteiligt.

Die Tradition des Aufstellens eines Maibaums geht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Auf einem Bild des Malers Donauer ist erstmals 1585 ein Figurenmaibaum zu sehen, auch später wird der Maibaum auf Bildern und Tafeln abgebildet. Seit dem 18. Jahrhundert ist der Maibaum ein Symbol für Staatsbewusstsein in freien Gemeinden. Im Maibaum fand und findet der Zusammenhalt und auch der Wohlstand eines Dorfes einen sichtbaren Ausdruck. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Maibaum fester Bestandteil der zumeist dörflichen Gemeinden.

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