24.02.2026 Aktuelles – Gemeinde Seevetal
„Offener Brief“
Sicherheit und klare Information stehen im Mittelpunkt
Gemeinde Seevetal: „Anlässlich der Vorwürfe, die uns von der Fraktion der Freien Wähler im Rat der Gemeinde Seevetal erreicht haben, stellen wir klar, für die Gemeinde Seevetal hat die Sicherheit ihrer Einwohnerinnen und Einwohner Priorität. Während der langen Wochen des Winterdienstes war es immer Ziel, Gefährdungen für die Menschen in Seevetal zu vermeiden und jederzeit verlässlich zu informieren. Als die Gemeinde kurzfristig kein Streusalz mehr vom Landkreis Harburg erhielt, handelte die Gemeindeverwaltung umgehend, kommunizierte offen und stellte binnen kurzer Zeit die volle Einsatzfähigkeit des Winterdienstes wieder her.
Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger ist und bleibt die Leitlinie unseres Handelns. Deshalb verfügt die Gemeinde über Notfallpläne und ein etabliertes Krisenmanagement. Dies griff auch, als uns erstmals am 30. Januar 2026 und erneut am 16. Februar 2026 kurzfristig vom Landkreis mitgeteilt wurde, dass kein Streusalz für Gemeindestraßen geliefert werden kann. Seevetal löste das Problem schnell und effizient.
Bei der ersten Mitteilung Ende Januar wurde innerhalb von Minuten mit dem Landkreis Harburg vereinbart, dass die Gemeinde die benötigte Notfallmenge erhielt. Dies war besonders wichtig, weil das Wochenende vor der Tür stand. Der zweite Lieferstopp seitens des Landkreises war für die Gemeinde Seevetal nicht vorauszusehen, da sich noch 175 Tonnen Streugut in der Halle befanden. Die Gemeinde hatte vertraglich auf 43,75 Tonnen Zugriff, plus 10 Tonnen, die die Gemeinde nach dem ersten Vorfall notfallmäßig eingelagert hatte. Leider hat der Landkreis am 16. Februar den Zugriff sowohl auf die 43,75 Tonnen als auch auf die der Gemeinde gehörenden 10 Tonnen verweigert.
Es ging zu diesem Zeitpunkt darum, operativ schnell zu handeln und transparent zu informieren. Bürgermeisterin Emily Weede und die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung bestellten unmittelbar 50 Tonnen neues Streugut, das am nächsten Tag geliefert wurde. Der eingestellte und sehr bald wieder aufgenommene Streudienst, wurde offen kommuniziert über die Website, die Social Media Kanäle und durch lokale Medien. Innerhalb eines Tages entspannte sich die Lage so weit, dass wir wieder den gewohnten Winterdienst leisten konnten.
Zum Hintergrund der Salzbevorratung: Die Gemeinde hatte sich gemeinsam mit dem Landkreis an der Salzhalle der Betriebsgemeinschaft Straßendienst (BGS) mit 50% der Kosten beteiligt. Vertraglich ist geregelt, dass der Landkreis die Bestellungen verantwortet und der Gemeinde ein Viertel des in der Halle lagernden Salzes zusteht. Diese Zusammenarbeit funktionierte über viele Jahre verlässlich.
Wir wollen klar machen: Es ging nie darum, Probleme zu verschweigen oder Verantwortung abzulehnen. Im Gegenteil – in solchen Situationen ist schnelle, sachliche Information Teil der Vorsorge. Deshalb haben wir den aktuellen Stand transparent geteilt. Ebenso wurde die schon bestehende Priorisierung der Straßen sehr früh kommuniziert, so dass sich Einwohnerinnen und Einwohner darauf einstellen konnten.
Gleichzeitig nimmt die Gemeinde die gemachten Erfahrungen ernst: Schnittstellen mit dem Landkreis werden erneut abgestimmt und wir verstärken unsere Vorratssicherung, damit ähnliche Engpässe künftig noch unwahrscheinlicher werden. Unsere Mitarbeitenden werden regelmäßig geschult, damit Krisenmanagement und Kommunikation optimiert sind.
Wir danken den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis in dieser besonderen Lage und für die Hinweise aus der Bevölkerung. Die Gemeinde Seevetal bleibt erreichbar, handlungsfähig und verpflichtet, Sicherheit und verlässliche Information in den Mittelpunkt zu stellen.“
