18.02.2026 Ratgeber – ein

Probleme mit Schimmel?

Landkreis Harburg bietet zwei Online-Vorträge

Auf einmal tauchen einige schwarze Punkte rund um das Badezimmerfenster auf. Doch dann breiten sich die schwarzen Flecken immer weiter aus, und das nicht nur im Badezimmer. Auch hinter der Couch im Wohnzimmer und in anderen Wohnräumen sind sie zu sehen. Besonders in der kalten Jahreszeit kann sich in der Wohnung gesundheitsschädlicher Schimmel bilden, vor allem, wenn angesichts der hohen Energiekosten beim Heizen gespart und dann womöglich noch falsch gelüftet wird. Klar ist, wenn sich Schimmel bildet, muss die Ursache umgehend gefunden und beseitigt werden.

Denn Schimmelsporen können das Mauerwerk schädigen, das Raumklima negativ beeinflussen und sogar krank machen. Um unabhängig zu informieren, bietet der Landkreis Harburg zusammen mit der Verbraucherzentrale zwei Online-Vorträge zum Thema Schimmel. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bequem vom eigenen Sofa aus informieren, die Teilnahme ist kostenfrei. Jeder Vortrag dauert eineinhalb Stunden.

Anmeldungen sind ab sofort unter www.energiewegweiser.de möglich.

„Schimmel in der Wohnung: Was nun?“ heißt es am 25. Februar um 18.00 Uhr. Referentin Beate Oedekoven erläutert, was Schimmel ist und wie er entsteht, wie man Schimmel vermeiden kann und was bei der Beseitigung zu beachten ist.

„Schimmel im Wohnraum? Das können Sie tun“ ist Thema am 3. März um 12.00 Uhr. Energieberaterin Tina Götsch geht auf das das Zusammenspiel von Luftfeuchte, Raumtemperatur und baulichen Schwachstellen ein, den Verursachern des Pilzbefalls. Sie zeigt die Rolle von Wärmebrücken, was man beim Lüften und bei der Möblierung falsch machen kann und gibt Tipps zur nachhaltigen Schimmelbekämpfung.

Der Schimmel entsteht, wo es feucht ist. Besonders gern breitet er sich aus, wo sich feuchte Luft an kalten Oberflächen niederschlägt. Schon mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich dem Entstehen von Schimmelpilzen vorbeugen. Denn häufig entsteht Schimmel durch falsches Verhalten. Die meisten Menschen lüften falsch, stellen die Fenster etwa nur kurz in Kippstellung. In Altbauten tritt Schimmel zudem häufig auf, wenn Außenwände keine ausreichende Wärmedämmung, aber neue, gut schließende Fenster haben. Was aber, wenn der Schimmelschaden bereits da ist? „Nur wirklich kleine und oberflächliche Schimmelschäden können in Eigenregie beseitigt werden“, sagt Oliver Waltenrath, Klimaschutzmanager des Landkreises Harburg. „Bei einem größeren Befall über einem halben Quadratmeter sollte ein Experte ans Werk gehen und unbedingt auch die Ursache des Befalls klären, sonst kommt der Schimmel in den meisten Fällen schnell wieder. Häufig sind hohe Luftfeuchtigkeit, Kälte oder große Temperaturunterschiede zwischen einzelnen Räumen verantwortlich.“ So hängen die maximale Luftfeuchtigkeit und die empfehlenswerte Raumtemperatur auch vom Dämmstandard des Hauses ab. Je besser die Dämmung, umso geringer ist das Schimmelrisiko, da die Wände weniger stark auskühlen.

Um an beiden Online-Vorträgen oder weiteren Vorträgen beispielsweise zur Gebäudedämmung teilzunehmen, ist eine Anmeldung über die virtuelle Energieagentur „Energiewegweiser für den Landkreis Harburg“ auf www.energiewegweiser.de erforderlich. Der Landkreis bietet mit der virtuellen Energieagentur www.energiewegweiser.de außerdem ein umfangreiches Informationsangebot zu Klimaschutz und Energiefragen. Dazu gehören auch regelmäßige Energieberatungen mit unabhängigen und neutralen Energieberatern im Kreishaus Winsen sowie in den Rathäusern Buchholz, Elbmarsch, Hanstedt und Neu Wulmstorf an (Terminvereinbarung über www.energiewegweiser.de Aktionskachel „Energieberatung im Rat-/Kreishaus“). Ansprechpartner sind auch Oliver Waltenrath und sein Team bei der Stabsstelle Klimaschutz des Landkreises, Telefon 04171 693-6601.

Nach oben scrollen