16.02.2026 Wirtschaft & Verkehr – Redaktion
Mehr Flexibilität beim Parken
Wochentickets für die Harburger Schlossinsel

Foto: Thomas Adrian /BA Harburg
Harburg – Die Parkraumbewirtschaftung auf der Harburger Schlossinsel wird weiterentwickelt. Neben den bestehenden Tagestickets werden künftig auch Wochentickets angeboten. Damit reagiert der Landesbetrieb Verkehr (LBV) auf Rückmeldungen aus der Bevölkerung und ergänzt das Parkkonzept für den Harburger Binnenhafen.
Auf der Harburger Schlossinsel gilt seit September 2024 eine Parkraumbewirtschaftung von 9.00 bis 17.00 Uhr. Für viele Menschen war das eine spürbare Veränderung. Über Jahre war kostenfreies Parken im öffentlichen Raum selbstverständlich, angesichts begrenzter Flächen ist dies heute jedoch nicht mehr überall möglich. Die Parkraumbewirtschaftung sorgt dafür, dass der knappe öffentliche Raum geordnet und fair genutzt werden kann.
Um das Parkangebot noch nutzerfreundlicher zu machen, hat der LBV auf Rückmeldungen aus der Bevölkerung reagiert. Neben Tagestickets gibt es ab dem 18. Februar auch Wochentickets für 30 Euro. Sie sollen als pragmatische Ergänzung den Alltag erleichtern, ohne die Grundlinie der Parkraumbewirtschaftung in Neubaugebieten infrage zu stellen.
Darüber hinaus vereinfachen die Wochentickets mehrtägige Übernachtungsbesuche von Gästen der Bewohnenden. Gleichzeitig haben Bewohnerinnen und Bewohner weiterhin die Wahlfreiheit, ob sie öffentliche Parkflächen zeitlich begrenzt nutzen oder auf privat Stellplätze beziehungsweise das Parkhaus ausweichen.
Der Harburger Binnenhafen wurde in den vergangenen Jahren städtebaulich als gemischt genutztes Gebiet entwickelt. Dabei war von Beginn an absehbar, dass der öffentliche Straßenraum die unterschiedlichen Nutzungsansprüche nur begrenzt aufnehmen kann. In Neubau- und Entwicklungsgebieten gilt deshalb ein klarer Grundsatz, öffentlicher Parkraum ist vor allem für kurzfristige Nutzungen vorgesehen, wie etwa für Besuche, Erledigungen oder den Wirtschaftsverkehr. Längerfristige Parkbedarfe sollen grundsätzlich über private Stellplätze abgedeckt werden, etwa in Tiefgaragen oder Parkhäusern.
Immer wieder wird die Einführung des Bewohnerparkens gefordert. Die Harburger Schlossinsel ist ein Neubauquartier. Für solche Quartiere gelten andere Grundsätze als für historisch gewachsene Stadtteile. Bewohnerparken ist dort nicht vorgesehen, da private Stellplätze mitgeplant werden müssen. Ziel ist es, dass Parkplätze im öffentlichen Raum insbesondere für Wirtschafts- und Besucherverkehre verfügbar bleiben und nicht durch dauerhaftes Abstellen belegt werden. Gleichzeitig wurde der ruhende Verkehr im Quartier von Beginn an mitgedacht. In den neuen Wohnanlagen gibt es private Stellplätze, zusätzlich steht das Parkhaus am Veritaskai mit freien Kapazitäten und Langzeitmietoptionen zur Verfügung.
Die Parkraumbewirtschaftung auf der Harburger Schlossinsel ist Teil eines durchdachten, langfristigen Konzepts. Mit den neuen Wochentickets wird das System gezielt weiterentwickelt und nutzerfreundlicher gestaltet, ohne seine Grundsätze aufzugeben.
