04.02.2026 Kunst & Kultur – Gerd Demitz

Jeden Tag ein Literat

Hamburgs Süden wird zum Hotspot der Literatur

Harburg – Am 1. März fällt der Startschuss für die bereits 11. Ausgabe der SuedLese-Literaturtage. Vier Wochen lang steht der Hamburger Süden wieder ganz im Zeichen des geschriebenen und gesprochenen Wortes. 

Mit gut 40 Veranstaltungen an unterschiedlichsten „Orten der Worte“ bietet das Festival unter dem Motto „Jeden Tag ein Literat!“ ein Programm, das so vielfältig ist wie Hamburgs Süden selbst. Ein persönliches Festival der kurzen Wege, was vor über einem Jahrzehnt aus dem Netzwerk SuedKultur heraus entstand, hat sich längst als festes Highlight im Hamburger Kulturkalender etabliert. Die SuedLese setzt dabei bewusst nicht auf eingekaufte Groß-Events, sondern auf das Prinzip „Autoren und Ort suchen und finden sich selbst“. Über 26 Institutionen, von angestammten Vereinen wie ContraZt e.V., dem Moorburger Elbdeich e.V. oder der Volkshochschule bis hin zu lokalen Buchhandlungen und Nachbarschaftstreffs, engagieren sich dieses Jahr persönlich für ihre Lesungen.

Ein besonderer Meilenstein ist die neue, dreijährige Unterstützung durch die „Zeit Stiftung Bucerius“. Dank dieser Förderung kann die SuedLese 2026 einen gezielten Schwerpunkt auf  Debütantinnen und Debütanten setzen. „Ich bin wie jedes Jahr erstaunt, wie vielfältig und ideenreich sich die Leseorte dem Thema Literatur zuwenden“, sagt Heiko Langanke, Begründer und Organisator der SuedLese. „Dass wir nun mit Hilfe der „Zeit Stiftung Bucerius gezielt Newcomer vorstellen können, passt perfekt zu unserer Identität. Durch unsere sehr persönlichen Orte waren wir unbewusst schon immer das ‚Kinderzimmer‘ für kommende Autoren.“

Besondere Aufmerksamkeit gilt in diesem Jahr Debüt-Stimmen wie Kea von Garnier, die ihren Roman „Restsommer“ vorstellt, sowie Rina Schmeller. Ein weiteres Highlight der Nachwuchsförderung ist die erste Debüt-Ladies Crime Night in Buxtehude.

Das Spektrum reicht von gesellschaftskritischen Lesungen bis zu kreativen Workshops. Dominik Bloh liest am 6. März um 20.00 Uhr aus „Die Straße im Kopf“ und Kristjan Knall präsentiert „Heldenhass“ am 13. März um 20.00 Uhr. Nils Mohl liest in Wilhelmsburg aus seinem neuen Werk „Pepper“ am 21. März um 18.00 Uhr.

Die VHS bietet zahlreiche Kurse an, vom Comic-Zeichnen für Kinder mit Laura Münker am 28. Und 29. März um 10.00 Uhr bis zum „Szenisch-kreativen Schreiben“ mit Jutta Martens am 29. März um 11.00 Uhr). Die Schreibwerkstatt „Darf ich bitten?“ im Sozialkontor Harburg gibt ab dem 9. März (17.00 Uhr) lokalen Schreibenden eine Bühne. 

Das vollständige Programm mit allen Terminen von Wilhelmsburg über Harburg bis Heimfeld ist ab sofort auf dem Internetportal www.suedlese.de einsehbar. Gedruckte Programmhefte liegen in Kürze bei allen beteiligten Leseorten aus. Hintergründe und Interviews finden sich zeitnah zu den Lesungen in unserem Online-Feuilleton www.tiefgang.net.

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