30.01.2026 Wirtschaft & Verkehr – ein
Es geht um die Menschen in der Region
Schulterschluss zwischen Land und Region für Alpha-E

Vertreterinnen und Vertreter von Land, Kreis und Gemeinden sowie Bürgerinitiativen bekunden ihren einheitlichen Willen gegen die ICE‑Neubaustrecke. Foto: Gemeinde Seevetal
Beim Treffen am 28. Januar im Niedersächsischen Landtag bekräftigten Vertreterinnen und Vertreter von Land, Kreis und Gemeinden sowie Bürgerinitiativen ihren einheitlichen Willen, ein „Ja“ zum Ausbau der bestehenden Strecke, Alpha‑E, ein klares „Nein“ zur ICE‑Neubaustrecke.
Organisiert von Bürgermeisterin Emily Weede und Landtagsabgeordneter Nadja Weippert stand das Treffen ganz im Zeichen eines parteiübergreifenden Signals aus der Region (Landkreis Harburg und angrenzende Gebiete), der Alpha‑E‑Kompromiss bleibt gewollt, eine Neubauvariante ist nicht erwünscht.
Seit 2015 ist die Alpha‑E‑Lösung als Ausbau der bestehenden Strecke Hamburg-Hannover festgelegt. Gleichzeitig treibt die Deutsche Bahn AG allerdings weiterhin Planungen für eine mögliche Neubaustrecke voran. Das Treffen diente dazu, gegenüber der Bundesebene sowie der Bahn die einheitliche regionale Position zu verdeutlichen.
„Es geht um die Menschen der Region und nicht um Parteipolitik“, erklärte Bürgermeisterin Emily Weede. „Wir sind sehr froh, dass wir Olaf Lies als Ministerpräsidenten an unserer Seite haben. Unser Signal an Berlin – die Vertreter der Parteien sind sich einig.“
Anwesend waren neben dem Ministerpräsidenten und Landtagsabgeordneten unter anderem Rainer Rempe, Landrat des Landkreises Harburg, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der betroffenen Gemeinden sowie Vertreterinnen und Vertreter lokaler Bürgerinitiativen.
Landrat Rainer Rempe betonte: „Uns ist es ganz wichtig, deutlich zu machen, dass wir nicht gegen, sondern für etwas sind – und zwar für eine zeitnahe Verbesserung der Schieneninfrastruktur und damit der Situation für Pendlerinnen und Pendler. Die Bahn versucht aktuell mit aller Macht ihr Vorhaben für eine Neubaustrecke durchzudrücken – mit Verkehrsprognosen, Kostenrechnungen und Zeitschienen, an denen man zu Recht zweifeln kann. Dabei ist die Lösung so nah. Statt erneut Jahrzehnte ins Land gehen zu lassen, muss der vereinbarte Ausbau der Bestandsstrecke im Rahmen der anstehenden Sanierung erfolgen. Wenn die Möglichkeiten der Qualitätsoffensive in 2026 und die für 2029 geplante Generalsanierung optimal genutzt werden, können zeitnah spürbare Verbesserungen erreicht werden. Wir als Region stehen geschlossen hinter dem Kompromiss Alpha-E und ich danke allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich für dieses Ziel in den Initiativen vor Ort starkmachen. Ihr großes Engagement zeigt, wie sehr dieses Thema den Menschen unter den Nägeln brennt und wie überrollt sie sich vom Agieren der Bahn fühlen. So kann man nicht mit uns umgehen. Mein Dank geht auch an Ministerpräsident Olaf Lies, der uns in dieser Haltung uneingeschränkt unterstützt und weiterhin zu Alpha-E steht.“
Die beteiligten Akteure werden den Dialog mit der Landes‑ sowie der Bundespolitik intensivieren, um die Alpha‑E‑Lösung weiterhin verbindlich durchzusetzen und negative Folgen einer Neubauplanung für die Region abzuwenden.
