24.10.2026 Kunst & Kultur – Redaktion
Fundus knackt 400-Werke-Marke
Erfolgsmodell Kunstleihe Harburg wächst weiter

Die Mitglieder des Kunstleihe Hamburg e.V. ziehen eine positive Bilanz. Foto: ein
Harburg – Das Konzept, Kunst unkompliziert und für alle zugänglich auszuleihen, gewinnt stetig an Popularität, die Nachfrage reicht mittlerweile weit über die Elbe hinaus. Dieser Erfolg führt jedoch dazu, dass der Verein an seine räumlichen Kapazitäten stößt.
Auf der jüngsten Jahreshauptversammlung zog die Kunstleihe Hamburg e. V. eine positive Bilanz und blickt auf ein erfolgreiches Vereinsjahr zurück. Neben einem Zuwachs an Kunstinteressierten baut der Verein seinen Bestand kontinuierlich aus. Die Sammlung umfasst mittlerweile über 400 vielfältige Werke. Eine besondere Bereicherung sind aktuelle Neuzugänge des ehemaligen Harburger Künstlers Carl Ihrke, ein Akt sowie ein farbiger Druck, eine Seltenheit bei einem Künstler, der primär für Schwarz-Weiß-Arbeiten bekannt ist.
Obwohl das Ausleihgeschäft floriert, stößt der Verein am Standort Heimfeld an räumliche Grenzen. Für Workshops, Kurse, Sonderausstellungen oder Künstlergespräche, wie die erfolgreichen „Kunstsalons“ mit Petra Hagedorn, fehlt der Platz. Die intensive Suche nach größeren Flächen, etwa durch Zwischennutzungen im ehemaligen Karstadt Harburg, im Ex-Miskatonic-Theater oder in Ladenlokalen, blieb bislang leider ohne Erfolg.
Trotz dieser Herausforderungen möchte der Verein in Harburg bleiben. Der bestätigte Vorstand (Heiko Langanke, 1. Vorsitzender; Sabine Schnell, 2. Vorsitzende; Peter Leibrock, Schatzmeister) setzt sich engagiert für eine neue Wirkungsstätte ein, um das kulturelle Angebot im Stadtteil langfristig zu sichern.
Die Kunstleihe versteht sich als niederschwelliger Ort der Kunstvermittlung. Nach dem Vorbild einer Bibliothek können Kunstwerke für den privaten oder beruflichen Raum ausgeliehen werden, was einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Teilhabe im Hamburger Süden leistet.
