24.09.2026 Aktuelles -Redaktion

Aufgabenverteilung weiterentwickeln

Einheitliche Ausbildung zur Pflegeassistenz kommt

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Beim Treffen des Ausbildungsnetzwerks Pflege gab es für die Besucherinnen und Besucher fachliche Informationen und Austausch. Foto: ein

Ab August 2027 löst die einheitliche generalistische Ausbildung die bisher unterschiedlichen Wege zum Pflegehelfer- beziehungsweise -assistenzberuf ab. Details dazu wurden beim Treffen des Ausbildungsnetzwerks Pflege im Landkreis Harburg diskutiert. Vertreter von 116 Mitgliedsbetrieben erhielten Informationen unter anderem von Maike Höft (Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben). Die bundesweit einheitliche Pflegefachassistenzausbildung startet an den BBS Buchholz und Winsen. „Sie nutzt die bereits bewährten Strukturen der Pflegeausbildung“, erläutert Lara Paderow, Leiterin der Koordinierungsstelle des Ausbildungsnetzwerks.

Bisher variieren Ausbildungsdauer und -inhalte bundesweit erheblich, was die Vergleichbarkeit der Qualifikationen und die Anerkennung ausländischer Pflegekräfte erschwert. Die neue generalistische Ausbildung soll dies ändern, indem sie den Zugang zu allen Versorgungsbereichen ermöglicht und die zwischen Fachpersonen und Assistenzpersonen weiterentwickelt. Zudem erleichtert sie den Berufseinstieg, da die Fachkraftausbildung auf der Assistenzausbildung aufbaut und bei vorhandenem Abschluss verkürzt werden kann.

Bereits vor sechs Jahren wurden die Ausbildungen in Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zur generalistischen Pflegeausbildung zusammengefasst, was Absolventen die Pflege aller Altersgruppen ermöglicht. Die Koordinierungsstelle des Ausbildungsnetzwerks Pflege im Landkreis Harburg unterstützt ambulante und stationäre Betriebe erfolgreich durch Beratung und die Gewährleistung der Rotation durch verschiedene Pflichtbereiche. Den theoretischen Teil absolvieren die Auszubildenden an den Berufsbildenden Schulen Winsen oder am Gesundheitsfachschule und Bildungszentrum Buchholz.

„Gute Versorgung funktioniert nur, wenn Menschen gut ausgebildet sind“, betonte Kreisrätin Ana Cristina Bröcking die Bedeutung der Ausbildung für alle Qualifikationsebenen. Angesichts des demografischen Wandels steigt der Bedarf an qualifizierter Pflege stetig. „Ausbildung ist daher eine unserer zentralen Zukunftsaufgaben.“ Ziel ist es zudem, pendelnde Beschäftigte für die Region zu gewinnen.

Beim Netzwerktreffen tauschten sich die Experten der über 110 Mitgliedsbetriebe auch über den aktuellen Pflegebericht aus. Die Entwicklung von Nils Brockmann (Landkreis) zeigt deutlich, die Gesellschaft wird älter und der Pflegebedarf steigt. Von 2015 bis 2023 wuchs die Zahl der Pflegebedürftigen im Landkreis von 7.800 auf rund 14.000. Bis 2044 wird knapp jeder Dritte über 65 Jahre alt sein, was den Bedarf an Fachkräften weiter erhöht.

Da die Nachfrage das Angebot bereits übersteigt, gibt es zu wenig Plätze in den 29 stationären Einrichtungen und 35 ambulanten Pflegediensten. Die Gewinnung von Fachkräften sowie die Entwicklung neuer Wohnformen bleiben daher entscheidende Aufgaben. Neben den Fachinformationen nutzten die Teilnehmer das Treffen zum persönlichen Austausch, um Kontakte zu knüpfen und Impulse für die Praxis zu sammeln.

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