03.09.2026 Wirtschaft & Verkehr – Redaktion

Bürgernähe – wörtlich genommen

Wohnortnahe Ladesäulen für Neu Wulmstorf

Symbolbild  © Gerd Demitz
Symbolbild © Gerd Demitz

Neu Wulmstorf – Gute Nachrichten für Besitzerinnen und Besitzer von Elektroautos, in den Wohngebieten von Neu Wulmstorf sollen zahlreiche öffentliche Ladesäulen entstehen. Möglich wird dies durch eine gemeinsame Ausschreibung der Gemeinden im Landkreis Harburg. Den Zuschlag für Neu Wulmstorf erhielt die Qwello Deutschland GmbH, die die Säulen auf eigenes wirtschaftliches Risiko errichten und betreiben wird.

Während viele Eigenheimbesitzer ihr E-Fahrzeug bequem zu Hause an einer Wallbox laden können, haben insbesondere Mieterinnen und Mieter diese Möglichkeit oft nicht. Genau hier setzt das neue Konzept an. Ergänzend zu den wenigen Schnellladestandorten entlang der Fernstraßen sollen wohnortnahe 11-kW-Ladesäulen entstehen, an denen Fahrzeuge bequem über Nacht geladen werden können.

Bürgermeister Tobias Handke sieht darin einen wichtigen Schritt für die Förderung klimafreundlicher Antriebe in Neu Wulmstorf: „Unser Ziel war es, eine alltagstaugliche Ladeinfrastruktur zu schaffen. Deshalb haben wir den wohnortnahen Bedarf sorgfältig anhand des Fahrzeugbestands, der durchschnittlichen Fahrleistungen und des Stromverbrauchs der Fahrzeuge ermittelt.“

Der Auswahl der Standorte ging eine umfangreiche Vorarbeit voraus. Berücksichtigt wurden ausschließlich gemeindeeigene Flächen, bei denen ein leistungsfähiger Stromanschluss mit vertretbarem Aufwand hergestellt werden kann. So entstand eine Liste geeigneter Standorte in den Wohngebieten, die anschließend europaweit ausgeschrieben wurde.

Für die SPD begrüßt Ratsherr Jürgen Waszkewitz das Ergebnis ausdrücklich: „Die gemeinsame Ausschreibung war genau der richtige Weg. Wir erhalten eine deutlich bessere Versorgung mit wohnortnahen Ladepunkten, ohne dass der Gemeindehaushalt belastet wird. Das ist eine nachhaltige und verantwortungsvolle Lösung für Neu Wulmstorf.“

Die Umsetzung beginnt noch in diesem Jahr und erfolgt in vier Ausbaustufen. Bereits die erste Stufe umfasst rund 40 Prozent der vorgesehenen Ladepunkte. Sollte sich zeigen, dass einzelne Standorte dauerhaft nicht wirtschaftlich betrieben werden können, kann der Betreiber auf weitere Ausbaustufen verzichten, ein Mechanismus, der das wirtschaftliche Risiko bewusst nicht auf die Gemeinde verlagert.

Abschließend freut sich Bürgermeister Tobias Handke auf den Ausbau mit einem Augenzwinkern: „Das ist Bürgernähe einmal ganz wörtlich genommen, Ladesäulen in der Nähe der Wohnungen unserer Bürgerinnen und Bürger.“

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