16.08.2026 Wirtschaft & Verkehr – Redaktion – KI

Wir wählen Alpha-E

Ein klares Signal nach Berlin

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Die große Beteiligung an der Kundgebung spricht eine deutliche Sprache. Foto: ein

Mehr als 1.000 Menschen, darunter zahlreiche Familien, haben am Sonntag auf der Familienkundgebung der Samtgemeinde Salzhausen ein deutliches Signal gesetzt, die Region steht hinter dem Alpha-E-Konzept und erwartet, dass ihre Stimme in Berlin gehört wird. Auf dem Rathausplatz wurde vier Stunden lang informiert, musiziert und diskutiert. Die entschlossene Atmosphäre machte deutlich, die Region fordert eine leistungsfähige Schiene, aber keine Neubaustrecke, die Gemeinden und Landschaften durchschneidet. Durch eine effektive Umsetzung von Einzelmaßnahmen aus dem Alpha-E-Konzept kann der Bedarf im Personen- und Güterverkehr schonender gedeckt werden.

Unter dem Motto „Wir wählen Alpha-E – Gemeinsam auf dem richtigen Gleis“ lud die Samtgemeinde Salzhausen zur parteipolitisch unabhängigen Kundgebung anlässlich der parlamentarischen Befassung des Deutschen Bundestages zur Schienenverbindung Hannover-Hamburg ein. Unterstützt wurde die Veranstaltung von lokalen Bürgerinitiativen sowie Vertretern aus Politik und Kommunen.

Samtgemeindebürgermeister Jens Köster machte bereits zur Begrüßung deutlich, dass die Planungen für eine Neubaustrecke, die die Gebiete Salzhausen, Hanstedt, Seevetal und den Heidekreis durchqueren würde, vor Ort auf entschiedenen Widerstand stoßen. Die geplante Strecke zwischen Meckelfeld und Burgwedel sei zur Deckung des Bedarfs nicht notwendig. „Es darf keine Entscheidung für die Neubaustrecke gegen die Interessen der Region und der Landespolitik geben“, betonte Köster.

Auch die Bürgermeister der Gemeinden Hanstedt, Seevetal und Bispingen sowie die Bürgermeister der Samtgemeindemitglieder Toppenstedt, Garlstorf und Gödenstorf bezogen klar Stellung gegen die Neubaustrecke, was großen Beifall erntete.

Die Botschaft war eindeutig, Entscheidungen über die Schienenzukunft dürfen nicht über die Köpfe der betroffenen Menschen und gegen den Willen der niedersächsischen Landespolitik getroffen werden. Die Samtgemeinde Salzhausen fordert eine effiziente Ertüchtigung der Bestandsstrecken im Sinne von Alpha-E. Leistungsfähiger Schienenverkehr und der Schutz der Region dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Redner wie Landrat Rainer Rempe, Bundestagsabgeordneter Dr. Cornell Babendererde, Landtagsabgeordneter Andre Bock, Dr. Carla Eickmann vom Wirtschafts- und Verkehrsministerium sowie Dr. Dörsam (Sprecher des Projektbeirates Alpha-E) beleuchteten das Thema aus verschiedenen Perspektiven. Landrat Rempe unterstrich: „Wir sind keine Minderheit, sondern sprechen für eine ganze Region, die Landkreise Harburg, Uelzen, Celle und den Heidekreis, und haben das Land Niedersachsen an unserer Seite.“

Die Diskussionen, moderiert von Reinhard Crasemann (Bürgerinitiative „Y-Monster“), konzentrierten sich darauf, wie eine leistungsfähige Infrastruktur ohne Verlust der kommunalen Interessen geschaffen werden kann. Auch nach den Beiträgen boten die Bürgerinitiativen und Informationsstände Raum für den direkten Austausch.

Der Widerstand wurde auch durch organisierte Sternfahrten sichtbar. Unterstützer aus Bispingen, Ramelsloh und umliegenden Orten radelten mit dem Motto „Alpha-E statt Neubaustrecke“ nach Salzhausen. Diese Aktionen verdeutlichten, dass es sich nicht um ein abstraktes Projekt handelt, sondern um Entscheidungen mit direkten Folgen für Ortschaften, Landwirtschaft und Lebensqualität.

Die Veranstaltung bot zudem ein Familienprogramm mit Live-Musik der Bands „Empire Steak Building“ und „True Badur“, einer Hüpfburg und Verpflegungsständen. Die hohe Zahl an Familien unterstrich, dass es um die Zukunft der Heimat für kommende Generationen geht.

Mit der Kundgebung wollte die Samtgemeinde Salzhausen ein Signal Richtung Berlin senden. Die Region lehnt den Ausbau nicht ab, fordert aber eine zukunftsfähige Verbesserung der Bestandsstrecken statt einer Neubaustrecke durch die Gemeinden. Vor der Entscheidung des Deutschen Bundestages erwartet die Region, dass ihre Interessen ernsthaft berücksichtigt werden.

Das Fazit der Region: Ausbau der Bestandsstrecken, Umsetzung von Alpha-E und keine Neubaustrecke durch unsere Gemeinden. „Wir wählen Alpha-E – Gemeinsam auf dem richtigen Gleis.“

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