06.08.2026 Wirtschaft & Verkehr – Redaktion

Gemeinsam für die A 39

Forderungen für eine Zukunftsachse

Die Region fordert den Bau der Autobahn A 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg, um eine Lücke im Straßennetz zu schließen. Dazu muss der Bund die Finanzierung und Baufreigabe der seit Jahrzehnten geforderten Verbindung sicherstellen. Aktuell ist die Region zwischen Hamburg, Hannover und Berlin der größte autobahnfreie Raum Deutschlands. Drei kreisfreie Städte und elf Landkreise aus Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt haben sich mit einem Schreiben an die Bundesminister Steffen Bilger (Verkehr) und Lars Klingbeil (Finanzen) gewandt. Der Landkreis Harburg unterstützt die Forderung gemeinsam mit den Städten Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg sowie den Landkreisen Uelzen, Celle, Gifhorn, Helmstedt, Lüneburg, Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg, Prignitz, Altmarkkreis Salzwedel und Stendal.

„Der Landkreis Harburg ist eine dynamische Wachstumsregion, und der Lückenschluss der A 39 kommt auch uns zugute“, betont Landrat Rainer Rempe. „Die Verbindung verbessert die Erreichbarkeit, entlastet unsere Verkehrsachsen und ist eine wichtige Ergänzung für ein starkes Verkehrsnetz im Norden. Davon profitieren Wirtschaft, Pendler sowie die Menschen in unseren Städten und Gemeinden.“

Die Oberbürgermeister und Landräte fordern im Schreiben, die Mittel für den 7. Bauabschnitt im Bundeshaushalt oder durch die Autobahn GmbH bereitzustellen. Hintergrund ist, dass das Bundesverwaltungsgericht am 8. Juli die Klage gegen den 7. Bauabschnitt nördlich von Wolfsburg abgewiesen hat, womit die Planfeststellung unanfechtbar ist. Die Unterzeichner fordern, dieses Baurecht schnellstmöglich zu nutzen. Voraussetzung für die Ausschreibung und den Baubeginn durch die Autobahn GmbH ist jedoch die Bereitstellung der Haushaltsmittel und die Baufreigabe durch den Bund.

Im Schreiben heißt es: „Der Lückenschluss der A 39 ist für die Wirtschaft und die Menschen in Ostniedersachsen entscheidend. Zusammen mit der A 14 und der B 190n gilt dies auch für die vertretenen Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Die Maßnahmen sind ebenso wichtig für die Entwicklung strukturschwacher Regionen wie für den Industrieraum Wolfsburg-Braunschweig-Salzgitter und die Hafenhinterlandanbindung Hamburgs. Es handelt sich um eine gesamtdeutsche Aufgabe!“

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