26.06.2024 – Gerd Demitz

UV-Schutz im Sommer

Sommer, Sonne, Strand – und Brand?

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Damit das Bad in der Sonne nicht zum Horror wird. Foto: AdobeStock – bilanol

Der Sommer hat begonnen und bringt nicht nur Sonnenschein und Urlaubsstimmung mit sich. Wenn im Sommer das Wetter schön ist, steigt die Sonnenbrandgefahr. Selbst bei bedecktem Himmel kann die für die Haut gefährliche UV-Strahlung extrem hoch sein. Denn je nach Art der Bewölkung schaffen es bis zu 90 Prozent der UV-Strahlen auch durch eine Wolkendecke. Die Krankenkassen raten daher, immer auf einen ausreichenden Sonnenschutz und den aktuellen UV-Index zu achten. Dieser beschreibt den erwarteten Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung. „Die Haut vergisst nie, allem voran in der Jugend. Bereits fünf Sonnenbrände bis zum 20. Lebensjahr können das spätere Hautkrebsrisiko um bis zu 80 Prozent steigern. Deshalb sollten insbesondere die freien Hautpartien vor dem Gang nach draußen mit Sonnencremes oder -sprays geschützt werden“, sagt die Dermatologin Dr. Utta Petzold.

Es gibt sechs Hauttypen, von sehr heller Haut mit hoher UV-Empfindlichkeit und geringem Eigenschutz bis hin zu dunkelbrauner oder schwarzer Haut mit entsprechend hohem Eigenschutz. Bei einem UV-Index der Stufe 8, wie er in Deutschland im Hochsommer durchaus vorkommt, reicht dieser Eigenschutz von weniger als 15 bis hin zu 90 Minuten. Menschen mit sehr heller Haut können also binnen kürzester Zeit einen Sonnenbrand bekommen. „Wer eine sehr helle oder helle Haut hat, sollte nicht nur eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 plus nehmen, sondern in der Mittagszeit Schatten aufsuchen. Bei einem sehr dunklen Hauttyp ist in der Regel Lichtschutzfaktor zehn bis 15 ausreichend“, sagt Petzold. Dabei gilt bei der Sonnencreme, je höher der Lichtschutzfaktor, desto stärker ist auch der Schutz.

Die Dauer des Sonnenschutzes lässt sich grob berechnen, in dem man die Eigenschutzzeit der Haut mit dem Lichtschutzfaktor der Creme oder des Sprays multipliziert. Wenn die Eigenschutzzeit zehn Minuten und der Lichtschutzfaktor 20 beträgt, sind theoretisch 200 Minuten Sonnenbestrahlung möglich. Allerdings treten Hautschäden oft auch schon vor Ablauf dieser Zeit auf. Die Berechnung des Sonnenschutzes geht nur auf, wenn genug Creme auf die Haut aufgetragen wurde. Andernfalls sinkt die Schutzwirkung. Als Faustregel gelten zwei Milligramm Sonnenschutzmittel pro Quadratzentimeter Haut. Bei einem Erwachsenen entspricht das ungefähr vier gehäuften Esslöffeln für den ganzen Körper. Wer sich nachhaltig vor einem Sonnenbrand schützen will, sollte sich nach dem Schwimmen immer wieder neu einreiben.

Hitze kann sogar tödlich sein. Als Folge des weltweiten Klimawandels erleben wir immer wieder intensive Hitzewellen. Gerade für ältere und mobilitätseingeschränkte Personen können diese zur Gefahr werden. Pflegebedürftige Menschen haben oft nur begrenzte Möglichkeiten, sich selbst zu versorgen und beispielsweise auf Veränderungen der Umgebungstemperatur zu reagieren. Es ist daher unerlässlich, dass Pflegekräfte und Angehörige während des Sommers besonders auf sie achten, um sie vor Überhitzung zu schützen. Zu den ersten Anzeichen einer hitzebedingten Erkrankung gehören Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen und vermehrtes Schwitzen. Diese Symptome können schnell zu schwerwiegenderen Erkrankungen wie einem Hitzschlag führen. Um genau das zu vermeiden, sollten Angehörige darauf achten, dass die zu pflegende Person genügend trinkt. Für Erleichterung können zudem Fuß- und Armbäder mit kühlem Wasser oder Wickel mit feuchten Handtüchern sorgen. Und bei Medikamenteneinnahme – besonders wichtig – mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin besprechen, ob die Dosis der Medikamente (beispielsweise Blutdruck- oder Entwässerungstabletten) bei Hitze angepasst werden muss.

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