08.05.2024 – Gerd Demitz

Geiht nich – gifft nich!

Niedersächsischer Bauer wird Ritter

Foto: Gerd Demitz
Heiner Schönecke und Landrat Rainer Rempe bei der feierlichen Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Foto: Gerd Demitz

Man fragt sich, in welchem Projekt im Landkreis Harburg ist nicht auch die Handschrift von Heiner Schönecke zu erkennen. Der 78Jährige Kommunalpolitiker ist ein Vollblutpolitiker im allerbesten Sinne. Für sein politisches Engagement auf Kommunal-, Kreis- und Landesebene wurde der Elstorfer Christdemokrat im Beisein der Familie am 7. Mai mit dem Bundesverdienstkreuz von Landrat Rainer Rempe mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Zahlreiche seiner Weggefährten waren zu der Verleihung im Ratssaal der Gemeinde Neu Wulmstorf erschienen, darunter auch der Niedersächsische Minister a.D. Hans-Heinrich Ehlen, natürlich auch Neu Wulmstorfs Bürgermeister Tobias Handtke und mehrere Vertreter aus Politik und Wirtschaft der Region.

Heiner Schönecke – ein Mann klarer Worte, so bezeichnete ihn Rainer Rempe in seiner Laudatio. „Geiht nich – gifft nich“, so das Lebensmotto von Heiner Schönecke. Und das wurde auch sehr deutlich, als Rainer Rempe auf den Lebenslauf des Elstorfer Kommunalpolitikers blickte. Schönecke war von 1968 bis 1972 Vorsitzender der Landjugend im Landkreis Harburg und begann damit seine politische Karriere. Von 1974 bis 2000 war er Mitglied des Aufsichtsrates einer Volksbank und von 2001 bis 2007 Vorsitzender des Aufsichtsrates der Wirtschaftsförderungsgesellschaft im Landkreis Harburg. Aber auch als Mitglied des Aufsichtsrates und seit 2015 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender des Versorgungsunternehmens EWE AG setzte er sich äußerst erfolgreich für das Unternehmen ein. 2014 bis 2022 war er Geschäftsführer des EWE-Verbandes. Hinzu kommt sein Engagement in diversen Ehrenämtern. Er ist seit 2000 Vorsitzender des Fördervereins Kiekeberg-Museum, seit 2003 Mitglied Stiftungsrat Kiekeberg, seit 2011 Mitglied des Kuratoriums der Bingostiftung und seit 2022 Mitglied Stiftungsrat Verdieck-Stiftung. Auch in der „Zukunftswerkstatt Buchholz“ ist er seit 2012 Mitglied des Stiftungsrates. Dort lobt er alle zwei Jahre seit 2019 den Heiner-Schönecke-Preis für die beste MINT-Idee im Landkreis Harburg aus.

„Heiner Schönecke, immer nah am Menschen, für deren Anliegen er stets ein offenes Ohr hat“ so bezeichnete ihn Hans-Heinrich Ehlen in seinem Grußwort. Er hob in diesem Zusammenhang auch die hervorragende Zusammenarbeit mit dem zu Ehrenden hervor. „Es bestand und besteht auch weiterhin ein großartiges Verständnis untereinander. Wir denken Plattdeutsch, da braucht es nicht so viele Worte.“

In seiner abschließenden Dankesrede zitierte Heiner Schönecke den Theologen Friedrich von Bodelschwingh mit den Worten „Dienst ist nicht Last, sondern Freude“ und ließ verstehen, was für ihn zum Lebensinhalt wurde. Gleichzeitig bedankte er sich bei seiner Familie und ganz besonders bei seiner Frau Ilse, die ihn immer und zu jederzeit von ganzem Herzen unterstützt haben.

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