06.05.2024 – Gerd Demitz

Horror Massenbesichtigung

So bekommt man seine Traumwohnung

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Durch seine langjährigen Berufserfahrungen ist der Immobilienkaufmann Dirk Sauer bei Fragen rund um die Immobilien stets ein kompetenter Ratgeber. Foto: ein

Da hat man seine Traumwohnung eigentlich schon gefunden, ist aber nicht der einzige Interessent. Der Immobilienkaufmann Dirk Sauer zeigt, wie sich die Chancen erhöhen, vom Vermieter oder Verkäufer am Ende doch ausgewählt zu werden.

Um an seine Wunschwohnung zu kommen, muss man zuerst Kontakt zum Vermittler aufnehmen. Zum Hörer zu greifen, mag oft schneller gehen, doch wer sich für ein Objekt bewirbt, sollte auch immer eine Mail schreiben. Anrufe werden oftmals nicht beantwortet, da die Anbieter berufsbedingt meist viel unterwegs sind. Eine Mail landet hingegen entweder im Posteingang oder sogar im elektronischen System des Anbieters. Außerdem können in der Mail schon Auskünfte gesendet werden, die es dem Anbieter erleichtern, jemanden in die nähere Wahl zu ziehen. Ein geregeltes Einkommen zu haben und auch sonst finanziell abgesichert zu sein, sind für den Auswahlprozess ebenfalls relevante Informationen. Ähnlich wie bei einem Bewerbungsgespräch für einen Job sollte auch ein Beweggrund genannt werden, warum man die Wohnung haben will und warum man der geeignete Käufer oder Mieter ist. Auch die aktuelle Wohnsituation ist erwähnenswert.


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Versetzt zu werden hat niemand gern, wenn es um einen Besichtigungstermin geht. Um einen guten Eindruck zu hinterlassen ist es wichtig, pünktlich zu erscheinen. Zur Etikette gehört auch, bei Massenbesichtigungen anderen Bewerbern freundlich gegenüber zu treten und auf keinen Fall negativ über den ehemaligen Vermieter oder Nachbarn herzuziehen. Um sich positiv von den Mitbewerbern abzuheben, gilt es echtes Interesse zu bekunden. Gründlich über das Objekt informiert, den Maklern und Vermietern auch bei einer Massenbesichtigung die richtigen Fragen zu stellen, hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Mit Sympathie punkten – der Vermieter möchte schließlich nicht nur seine Wohnung loswerden, sondern auch sichergehen, dass der potenzielle Mieter gut in die Hausgemeinschaft passt.

Auskunft zu geben über seinen Beruf, den Familienstand und das Einkommen ist absolut normal und auch berechtigt. Umgekehrt sollte man vor dem Anbieter nicht sein ganzes Privatleben ausschütten. Das kann genau zum gegenteiligen Effekt führen. Eine Bewerbungsmappe zu erstellen ist absolut kein Muss, da Vermieter, Makler, Eigentümer und Vermieter darauf nicht bestehen können, erhöht jedoch die Chance auf die begehrten vier Wände. Klar ist aber auch, sich damit deutlich von anderen Interessenten abheben, die keine Mappe erstellt haben. Ein kurzes Anschreiben mit Angaben zur eigenen Person und Lebensverhältnissen, eine Bestätigung über Mietschuldenfreiheit (vom aktuellen Vermieter), Schufa-Auskunft, die letzten drei Gehaltsnachweise und ein Bewerbungsfoto sollten einer ordentlichen Mappe beiliegen.

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