27.11.2025 Wirtschaft & Verkehr – ein
Fußverkehr soll gestärkt werden
30 potenzielle Maßnahmen für Buchholz
Buchholz – Umlaufsperren anpassen, Fußgängerüberwege optimieren, Beleuchtung verbessern, sogenannte Parklets in Parkbuchten einrichten – das sind nur vier von etwa 30 Maßnahmen, mit denen der Fußverkehr in Buchholz gestärkt werden könnte. Die potenziellen Maßnahmen wurden am vergangenen Dienstagabend beim Abschlussworkshop des Fußverkehrs-Checks im Buchholzer Rathaus vorgestellt.
Die Stadt Buchholz war eine von zehn Kommunen in Niedersachsen, die sich in diesem Jahr erfolgreich um die komplette Förderung für das Projekt durch die Mobilotsin, einer Beratungseinheit der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG), beworben hatte. Mit Hilfe von Niklas Engelhardt vom Hamburger Fachbüro Planersocietät Frehn Steinberg Partner GmbH wurden die Wege in der Innenstadt unter breiter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger genau unter die Lupe genommen. Dafür wurden beim Auftaktworkshop und zwei Begehungen die Hinweise der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgenommen und in einem gutachterlichen Maßnahmenkatalog zusammengefasst.
„Das Zu-Fuß-Gehen ist ein einfaches, schnelles Transportmittel, das oft nicht als solches wahrgenommen wird. Dabei werden etwa ein Viertel aller Wege zu Fuß absolviert“, verdeutlichte Janika Ducks von der LNVG die Wichtigkeit des Fußverkehrs. Beim Fußverkehrs-Check in Buchholz wurden die möglichen Maßnahmen zur Stärkung des Fußverkehrs in vier Kategorien ermittelt, Barrierefreiheit, Querungen, Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität.
Um die Barrierefreiheit zu erhöhen, sollen unter anderem die Beseitigung von Oberflächenschäden in der Fußgängerzone oder von Pollern auf dem Fußweg in der Steinstraße geprüft werden. Um die Fußgängerüberwege zu optimieren, soll geprüft werden, ob einzelne Parkplätze wegfallen können. Eine deutlichere Trennung von Fuß- und Radwegen könnte zum Beispiel für mehr Sicherheit an der Steinbecker Straße führen. Um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen, sollen in Parkbuchten Parklets eingerichtet werden – kleine Einheiten mit Sitzmöglichkeiten und Begrünung, die zum Verweilen einladen.
Bei den Anwesenden des Abschlussworkshops kamen sowohl der Fußverkehrs-Check an sich als auch die vorgeschlagenen Maßnahmen sehr gut an. Ihre Anregungen zu Einzelmaßnahmen fließen jetzt in den Abschlussbericht ein, der im ersten Quartal 2026 vorliegen soll. Danach soll es in die Umsetzung gehen. Maximilian David Müller, Radverkehrsbeauftragter der Stadt Buchholz, betonte, dass vor einer möglichen Umsetzung eine Prüfung durch die jeweilige Fachabteilung in der Verwaltung stehe. Zudem müsse natürlich auch die Finanzierung der einzelnen Projekte sichergestellt werden.
